MIT GEWINN LEBEN: Bank erstattet Geld zurück

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Sa, 28. September 2019

Wirtschaft

Kunde wurde Opfer des sogenannten Phishings .

Herr T. hat schockiert festgestellt, dass sein Girokonto ohne sein Wissen fünfmal mit insgesamt rund 7000 Euro belastet wurde. Die letzte Abbuchung von rund 3000 Euro konnte die Bank nach seiner umgehenden Reklamation noch zurückholen. Das restliche Geld wollte ihm die Bank nicht erstatten. Herr T. war Opfer einer sogenannten Phishing-Attacke geworden, bei der sich die Täter rechtswidrig Zugang zu seinem Konto verschafft hatten. Den Tätern ist es gelungen, sich als Kontoinhaber auszugeben, um einen Freischaltcode für eine App zu erhalten, mit der sie die notwendigen Transaktionsnummern für das Online-Banking erzeugen konnten. Wie die Täter in den Besitz des angeblich per Post verschickten Freischaltcodes für die App gelangt sind, ist unklar. Sie mussten außerdem die Geheimzahl für das Online-Banking herausbekommen haben. Weil Herr T. nie einen Freischaltcode bestellt und die Buchungen auch nicht ausgelöst hatte, erstattete er Strafanzeige und holte sich Rat bei seiner örtlichen Verbraucherzentrale. Diese schrieb die Bank an und bemängelte unter anderem die Form der Zustellung des Freischaltcodes. Die Bank hätte eine Versendungsform wählen müssen, die eine Zustellung an ihre Kunden sichert. Das Risiko des Verlusts trägt bis zur Zustellung die Bank, nicht der Kunde. Schließlich erstattete die Bank den noch ausstehenden Schaden.

Niels Nauhauser leitet die Abteilung Altersvorsorge, Banken, Kredite bei der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Tel. 0711/669110
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