Pazifisten in der Waffenschmiede

Wolf von Dewitz

Von Wolf von Dewitz (dpa)

Sa, 22. September 2018

Wirtschaft

Heckler & Koch muss zu seiner Hauptversammlung auch ausgewiesene Kritiker zulassen – weil sie Aktionäre sind.

ROTTWEIL. Für den obersten Waffenhändler war es eine Feuertaufe: Erstmals trat der neue Chef von Heckler & Koch, Jens Bodo Koch, an diesem Freitag vor die Hauptversammlung – und musste sich herbe Schelte von Aktionären anhören.

Das lag weniger an den roten Zahlen der Firma in Rottweil und seiner Leistung – der 46-Jährige ist erst seit Mai im Amt –, sondern an der Zusammensetzung der Versammlung: Während sich die Großaktionäre wie üblich in Schweigen hüllten, meldeten sich Friedensaktivisten zu Wort. Von etwa 40 Teilnehmern stellten sie bei der nichtöffentlichen Veranstaltung die Hälfte. Sie durften teilnehmen, weil sie Kleinaktionäre sind, und nutzten die Bühne zur Generalkritik. Ihr Mini-Stimmrecht bewirkte indes nichts.

Dass es die Hauptversammlung von Heckler & Koch überhaupt gibt, ist ein Treppenwitz der Börsengeschichte. Denn das ...

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