Folge der Tierseuche in China

Schweinefleisch ist teurer geworden

dpa

Von dpa

Mi, 30. Oktober 2019 um 19:51 Uhr

Wirtschaft

Die Schweinepest in China treibt in Deutschland die Preise für Fleisch und Wurst.

Die Schweinepest in China treibt in Deutschland die Preise für Fleisch und Wurst. Seit einem Jahr grassiert die Afrikanische Schweinepest im Reich der Mitte, dem weltweit größten Produzenten und Konsumenten von Schweinefleisch. Das tückische Virus ist für Menschen ungefährlich, für die Tiere aber tödlich. Die Hälfte des Schweinebestands wurde bereits dahingerafft. Um die Versorgungslücke im bevölkerungsreichsten Land der Erde zu schließen, kaufen chinesische Importeure nun überall Schweinefleisch: in Brasilien, den USA und in Europa.

Höhere Schlachtpreise für deutsche Bauern

Deutsche Bauern freuen sich über höhere Schlachtpreise, Verbraucher müssen beim Metzger tiefer in die Tasche greifen. Die Preise für Schweinefleisch stiegen im September um 8,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie Thomas Els von der Agrarmarkt-Informationsgesellschaft (AMI) in Bonn am Mittwoch berichtete. Die Preise für Fleisch- und Wurstwaren insgesamt legten in diesem Zeitraum um 5,4 Prozent zu. So kostet das Kilogramm Schweinehack heute im Schnitt 5,81 Euro. Vor einem Jahr waren es noch 5,38 Euro. Der Kilopreis für Schweineschnitzel kletterte von 7,10 Euro auf 7,39 Euro. Ein Kilo Schweinebraten kostet 6,18 Euro (Vorjahr: 5,60 Euro).

Laut Matthias Quaing, Marktexperte der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands im niedersächsischen Damme, liegt der Schlachtpreis nun bei 1,85 Euro je Kilogramm. Im vergangenen Jahr waren es 1,50 Euro.