Stuttgart und Konstanz zählen zu den teuersten Städten

dpa

Von dpa

Fr, 14. Juni 2019

Wirtschaft

Studie zu Bestandsmieten in 305 deutschen Kommunen / Vergangenes Jahr zahlten Mieter im Schnitt 11,4 Prozent mehr als 2013.

BERLIN/STUTTGART (dpa). Die Bestandsmieten sind in einigen baden-württembergischen Städten in den vergangenen fünf Jahren besonders stark gestiegen. Das geht aus einer Auswertung von Mietspiegeldaten im Auftrag der Linksfraktion im Bundestag hervor. Dafür hat der Stadtforscher und ehemalige Berliner Staatssekretär Andrej Holm die Mieten in 305 Städten mit mehr als 20 000 Einwohnern in Deutschland untersucht. Unter den 20 Städten mit den höchsten Bestandsmieten finden sich neun aus Baden-Württemberg – jedoch keine aus Südbaden. Besonders hoch war die durchschnittliche Kaltmiete je Quadratmeter demnach 2018 in Stuttgart und Leinfelden-Echterdingen (jeweils 9,96 Euro). Unter den zehn teuersten Städten finden sich außerdem Tübingen (9,48 Euro), Ditzingen, Ludwigsburg (jeweils 8,86 Euro) und Fellbach (8,65 Euro). Esslingen, Leonberg (beide 8,58 Euro) und Konstanz (8,51 Euro) sind unter den 20 Städten mit den höchsten Bestandsmieten.

Die teuerste deutsche Stadt ist München mit im Schnitt 10,45 Euro pro Quadratmeter. Am günstigsten wohnt es sich im nordrhein-westfälischen Warstein (4,64 Euro). Bundesweit liegt der Durchschnitt bei 6,92 Euro je Quadratmeter. In den vergangenen Jahren stiegen die Bestandsmieten bundesweit laut Studie um 11,4 Prozent. "Die Einführung der Mietpreisbremse hatte keinen messbaren Effekt auf die Mietpreisentwicklung in den untersuchten Städten", so das Fazit der Untersuchung. Konkrete Miethöhen für Südbaden waren auf BZ-Anfrage bis Redaktionsschluss nicht zu erfahren.