Unternehmen sehen schwierige Zeiten voraus

Holger Schindler

Von Holger Schindler

So, 10. November 2019

Wirtschaft (regional)

Der Sonntag IHK-Umfrage Stimmung in Wirtschaft sinkt weiter.

Die kommenden zwölf Monate werden schwierig – das glaubt eine Mehrheit der Betriebe im Bezirk der Industrie- und Handelskammer Südlicher Oberrhein (IHK). Sie rechnen mit einer Verschlechterung ihrer Geschäftslage, wie aus der aktuellen IHK-Konjunkturumfrage hervorgeht. Die Einschätzungen der aktuellen Geschäftslage sind ebenfalls weiter rückläufig. Der IHK-Konjunkturklimaindex, in den sowohl die Einschätzungen zur Geschäftslage als auch jene zu den Geschäftserwartungen eingehen und der Werte zwischen 0 und 200 Punkte annehmen kann, geht somit um 14 auf 113 Punkte zurück. Das ist der tiefste Stand seit 2012. IHK-Präsident Steffen Auer macht für die anhaltende Eintrübung vor allem die verschlechterte Lage der Weltwirtschaft verantwortlich: "Der Handelskrieg zwischen den USA und China sowie der Brexit dämpfen die Entwicklung."

Am schlechtesten bewerten von allen Wirtschaftssektoren die Industrieunternehmen die derzeitige Lage. Am pessimistischsten in die Zukunft blickt jedoch der Dienstleistungsbereich – eine dramatische Verschlechterung gegenüber dem Frühjahr. Besser bewerten Handel und Gastronomie die Lage, wobei der Handel insgesamt sogar leicht optimistisch ist. Weitgehend ungetrübt steht noch die Bauwirtschaft da – doch selbst deren Zukunftserwartungen fallen nun überwiegend negativ aus. "Wir Industriebetriebe müssen jetzt auf die Kostenbremse treten", kommentiert Pascal Schiefer, Geschäftsführer des Drehteileherstellers Leipold in Wolfach mit 400 Beschäftigten.HOS