Vorbehalte zu der CO2-Steuer

dpa

Von dpa

Di, 25. Juni 2019

Wirtschaft

IG-Metall-Chef zu Autogipfel.

BERLIN (dpa). Im Vorfeld des Auto-Spitzentreffens im Kanzleramt am Montagabend hat der IG-Metall-Vorsitzende Jörg Hofmann Vorbehalte zu einer CO2-Steuer geäußert. Beim Strom könnte sie sinnvoll sein, beim Verkehr sehe er keine Vorteile, sagte Hofmann dem Handelsblatt (Montag). Im Zweifel zahle der Pendler die CO2-Steuer, der darauf angewiesen ist, mit dem Auto zur Arbeit zu kommen, weil es kaum öffentlichen Nahverkehr im ländlichen Raum gebe. "Die Lenkungswirkung dürfte eher gering sein, die dadurch ausgelöste soziale Schieflage groß", sagte der Gewerkschaftschef. Beim Autogipfel trafen sich Spitzenvertreter der Regierung sowie der Auto- und Zulieferindustrie, um über die Zukunft der für Deutschland so wichtigen Branche zu beraten. Ergebnisse waren bis zum Redaktionsschluss nicht bekannt.

Vom Autogipfel erwartet Hofman klare Aussagen: "Wir brauchen einen verlässlichen Rahmen für die Ladeinfrastruktur und die Batteriezellfertigung", betonte der Gewerkschafter. Letztere müsse von der EEG-Umlage zur Finanzierung des Ausbaus erneuerbarer Energien befreit werden. Die Bundesregierung müsse massiv in die Förderung der Elektromobilität investieren, sonst drohe ein Fiasko. "Mit einer Politik der "schwarzen Null" ist die Verkehrswende nicht zu schaffen."