Neue Regeln, neue Möglichkeiten

Was sich im Jahr 2018 alles ändert – für Familien, Rentner oder auch Urlauber

Barbara Schmidt, Wolfgang Mulke, Roland Pichler und unseren Agenturen

Von Barbara Schmidt, Wolfgang Mulke, Roland Pichler & unseren Agenturen

Di, 02. Januar 2018 um 10:05 Uhr

Wirtschaft

BZ-Plus Die Sozialabgaben sinken, das Kindergeld steigt: 2018 werden die meisten Deutschen etwas mehr Geld im Portemonnaie behalten. Bei der Arbeit, im Urlaub, als Verbraucher, als Steuerzahler – ein Überblick, was sich für Sie alles im neuen Jahr ändert.

Bei der Arbeit
Niedrigere Sozialabgaben: Im neuen Jahr werden alle Steuerzahlerinnen und Steuerzahler etwas mehr Geld zur Verfügung haben als im vergangenen Jahr. Ein Grund ist, dass zum 1. Januar der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung von 18,7 auf 18,6 Prozent sinkt. Bei einem durchschnittlichen Bruttoeinkommen von 3150 Euro im Monat werden Arbeitnehmer und Arbeitgeber dadurch um jeweils rund 20 Euro jährlich entlastet, wie die Deutsche Rentenversicherung errechnet hat. Anders ausgedrückt: Pro 1000 Euro Bruttolohn werden im Monat 50 Cent weniger für den Rentenbeitrag fällig. Auch die Zusatzbeiträge der Krankenkassen werden voraussichtlich sinken, im Durchschnitt ebenfalls um 50 Cent pro 1000 Euro monatlich. Die konkrete Höhe der Extrazahlung hängt allerdings von der finanziellen Lage der jeweiligen Krankenkasse ab; jede Kasse legt den Zusatzbeitrag selbst fest.

Höhere Bemessungsgrenzen: Gutverdienende Arbeitnehmer müssen fortan mehr zahlen, denn wie in jedem Jahr werden die Bemessungsgrenzen zur Sozialversicherung angehoben. Rentenbeiträge müssen bis zu einem Entgelt von 6500 Euro im Westen und 5800 Euro im Osten im Monat bezahlt werden. Für darüber hinausgehendes Einkommen werden keine Beiträge erhoben. Die Beitragsbemessungsgrenze, bis zu der die Abgaben der Krankenversicherung steigen, erhöht sich einheitlich auf 4425 Euro. Angestellte, die im Monat 4950 Euro oder mehr verdienen, müssen sich nicht mehr gesetzlich versichern.

Zuschlag bei Riester-Zulage: Arbeitnehmer, die einen Riester-Sparvertrag abgeschlossen haben, erhalten von diesem Jahr an eine höhere Förderung vom Staat. Die Grundzulage steigt von 154 Euro auf 175 Euro. Den vollen Zuschuss erhält jeder Arbeitnehmer, der mindestens vier Prozent des Bruttolohns in die Riester-Rentenversicherung oder den Wohn-Riester-Vertrag einzahlt (die Zulage eingerechnet). Zudem werden Einkünfte aus einer zusätzlichen privaten Altersvorsorge wie einer Riester-Rente nicht mehr vollständig auf die staatliche Grundsicherung im Alter angerechnet. So bleibt ein monatlicher Sockelbetrag von 100 Euro anrechnungsfrei, ab da werden 30 Prozent bis zu einem Höchstbetrag von 208 Euro nicht mehr angerechnet. Die neue Regelung soll Geringverdienern Anreize bieten, privat ...

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