Freiburger Generatorenbauer

Trumpf Hüttinger kauft HBH Microwave

bz, bas

Von BZ-Redaktion & Barbara Schmidt

Mo, 20. Januar 2020 um 17:11 Uhr

Wirtschaft

Der Generatorenhersteller Trumpf Hüttinger übernimmt die Karlsruher Firma HBH Microwave. Dabei haben die Freiburger unter anderem das Geschäft mit Teilchenbeschleunigern im Blick.

Den Neuerwerb teilte Trumpf Hüttinger am Montag mit. Mit diesem Zukauf "greifen wir den Technologietrend bei Mikrowellen-Leistungsgeneratoren auf", wird Hüttinger-Geschäftsführer Rafal Bugyi in der Mitteilung zitiert. "In dem für uns wichtigen Plasmamarkt erkennen wir einen Trend zu höheren Frequenzen, dem Mikrowellenbereich." Bugyi ist seit 1. Januar Chef der Freiburger Tochtergesellschaft des Ditzinger Laserspezialisten Trumpf.

Plasmageneratoren im Mittel- und Hochfrequenzbereich setzt die Industrie zum Beispiel für großflächige Beschichtungen von Glas und Folien, aber auch bei der Herstellung von Computerchips und Solarzellen. HBH ist auf die Entwicklung und Anwendung von halbleiterbasierten Solid-State-Mikrowellengeneratoren spezialisiert.

Mit dem Zukauf will Hüttinger außerdem sein Geschäft im Markt für Teilchenbeschleuniger ausweiten. Teilchenbeschleuniger spielen nicht nur in der Industrie, sondern auch in der Medizin eine Rolle, etwa bei der Strahlentherapie zur Krebsbehandlung.

HBH Microwave wurde 1999 gegründet und beschäftigt rund 50 Mitarbeiter, Sitz ist in Stutensee bei Karlsruhe. Zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht. Trumpf Hüttinger hat nach eigenen Angaben rund 900 Mitarbeiter, davon 375 am Stammsitz in Freiburg (Stand: Juni 2019). Der Umsatz lag zuletzt bei 199 Millionen Euro.