Wizz Air muss Georgien-Flüge streichen

René Zipperlen

Von René Zipperlen

So, 23. Juni 2019

Wirtschaft (regional)

Der Sonntag Gekaufte Tickets ab Euro-Airport werden erstattet.

Eine böse Überraschung hat Urlauber ereilt, die in diesem Sommer das neue Angebot des ungarischen Billigfliegers Wizz Air vom Euro-Airport Basel-Mulhouse-Freiburg aus nutzen wollten: Im Februar hatte die Fluggesellschaft angekündigt, ab 1. August regelmäßig nach Kutaisi im derzeit sehr angesagten Reiseland Georgien zu fliegen. Die Flüge waren vorbehaltlich der erwarteten Genehmigung auch bereits zu buchen.

Nun aber hat Wizz alle Flüge von Basel nach Georgien gestrichen – erst ab 13. September sind inzwischen wieder Flüge buchbar. In einer Mail mit der untertriebenen Überschrift "Flugplanänderung" wurden ab Ende Mai Passagiere mit Tickets nach Kutaisi über die Ausfälle informiert. Angeboten wurden ihnen unter anderem Alternativflüge ab Memmingen am Bodensee – allerdings scheint die Umbuchung nicht in jedem Fall funktioniert zu haben, wie Der Sonntag von Betroffenen erfuhr.

Wer diese Alternativen nicht wahrnehmen kann oder keine passenden Flüge mit freien Plätzen mehr findet, kann sich Wizz Air zufolge den vollen Ticketpreis erstatten oder auf ein Guthaben bei der Airline in Höhe von 120 Prozent des Kaufpreises umbuchen lassen.

Einer Sprecherin des Euro-Airports waren die Flugausfälle auf Nachfrage am Freitag noch nicht bekannt, auch auf der Homepage gab es keine entsprechenden Hinweise. Später bestätigte der Flughafen, dass Basel – Kutaisi bis 13. September nicht gebucht werden könne.

Auf Nachfrage erklärt ein Sprecher von Wizz Air die Flugausfälle mit Lieferverzögerungen eines für Georgien bestellten Airbus A 320. Dadurch entfallen weitere Verbindungen von Holland, Estland, Italien, Dänemark und Belgien nach Georgien. Im Jahr 2019 möchte Wizz Air inklusive der neuen Verbindungen eine Million Passagiere von Europa nach Georgien bringen. Am Euro-Airport ist Wizz Air die zweitgrößte Fluggesellschaft nach Easyjet – allerdings mit großem Abstand.René Zipperlen