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BZ-Interview

Wolfgang Schäuble über die Fehler der deutschen Autobauer

Finanzminister Wolfgang Schäuble hält der Automobilindustrie vor, die Zeichen der Zeit nicht erkannt zu haben. Wie es mit der Eurozone weitergeht, dafür hat er einen konkreten Plan.

  • „Ich mache das gern“, sagt Wolfgang Schäuble über seine Arbeit in der Politik Foto: dpa

BZ: Herr Schäuble, der Abgasskandal in der Automobilindustrie ist Thema im Wahlkampf. SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz sagt, dass die Automanager die Zukunft verpennt hätten. Und die Kanzlerin meint, die Industrie habe unglaubliches Vertrauen verspielt. Schießt sich die Politik auf die Automobilindustrie ein?
Schäuble: Man muss zwischen Herrn Schulz und der Kanzlerin schon unterscheiden. Tatsache ist: Die deutsche Automobilindustrie zeichnet sich durch ein hohes Maß an Leistungsfähigkeit aus. Deshalb wäre ich zurückhaltend mit der Bewertung, dass die Industrie die Zukunft verpennt. Die Autoindustrie ist auf den Weltmärkten sehr erfolgreich. Allerdings hat sich die Industrie nicht an Regeln gehalten. Offensichtlich wussten einige Hersteller, dass sie die Vorschriften unterlaufen. Damit sind sie Risiken eingegangen, die sie niemals hätten eingehen dürfen. Dafür trägt die Autoindustrie eine schwere Verantwortung. Sie hat sich selbst, der Wirtschaft und dem Land einen schweren Vertrauensschaden zugefügt. Das ist schlimm und sollte von niemandem kleingeredet werden.

BZ: Manche sagen, die Autobauer müssten an die Kandare genommen werden wie einst die Banken nach der Finanzkrise. ...

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