Zölle auf den deutschen Wein

Hermannus Pfeiffer

Von Hermannus Pfeiffer

Sa, 19. Oktober 2019

Wirtschaft

Neue US-Handelsschranken.

WASHINGTON/BERLIN (dpa). Die USA haben am Freitag Strafzölle in Höhe von 25 Prozent auf zahlreiche Produkte aus Europa erlassen. Betroffen sind zum Beispiel Wein aus Deutschland und Frankreich, Parmesan aus Italien, Olivenöl aus Spanien sowie Butter aus Irland. Beim Import von Flugzeugen wird eine zusätzliche Abgabe von 10 Prozent fällig. Die Strafzölle werden die Einfuhr europäischer Produkte in die USA verteuern. Weichen Verbraucher dort auf günstigere Alternativen aus, könnten die EU-Exporte sinken. Die EU kündigte Gegenmaßnahmen an.

Die USA hatten die Zölle Anfang Oktober als Vergeltung für rechtswidrige EU-Subventionen für den Flugzeugbauer Airbus angekündigt. Schlichter der Welthandelsorganisation hatten der US-Regierung das Recht zugesprochen, Strafzölle von bis zu 100 Prozent auf Waren im Wert von 7,5 Milliarden Dollar zu erheben.

Der Schritt lasse der EU keine andere Wahl, als eigene Zölle durchzusetzen, sagte EU-Handelskommissarin Cecila Malmström. Die EU hatte sich bis zuletzt bemüht, im Streit über Sanktionen für Flugzeugbauer eine Lösung zu erzielen. Brüssel droht mit Vergeltung, denn die EU hatte in einem ähnlichen Verfahren um Subventionen für den US-Konzern Boeing Recht bekommen.