Tierschutz

Nackt gegen Pelz

Felicia Belledin, Dana Cordes, Sophie Lemke, Klasse 8b, Hugo-Höfler-Realschule, Breisach

Von Felicia Belledin, Dana Cordes, Sophie Lemke, Klasse 8b, Hugo-Höfler-Realschule & Breisach

Mi, 19. August 2015 um 17:48 Uhr

Schülertexte

Jeder, der Pelz trägt, macht sich mitschuldig am Leid vib Tieren. Felicia Belledin, Dana Cordes und Sophie Lemke, Schülerinnen der Klasse 8b der Hugo-Höfler-Realschule in Breisach über das Tierschützer auf Youtube.

Da Deutschland ein Hauptabnehmer von Pelzen aus China ist, hat sich eine Gruppe von Youtubern gegen diese Tierquälerei aufgelehnt und eine Aktion organisiert, die sich "Nackt gegen Pelz" nennt.
80 Prozent aller Tierpelze, so steht es im Netz, werden in China gefertigt. Die Pelztiere werden auf grauenhafte Weise getötet. Auch in den Niederlanden und in Finnland werden die Tiere in ähnlicher Weise behandelt. Eine Mütze mit Pelzbommel kostet in Deutschland fünf Euro, eine Jacke mit Pelzbesatz 30 Euro. Echtpelz ist oft als Kunstpelz deklariert, zur Irreführung werden Fantasienamen verwendet. 85 Prozent der Tiere stammen aus der Pelzzucht, 15 Prozent aus Wildfang durch Tellereisen, Schlingen, Fallen oder Totschlagklingen. Getötet wird durch Erschlagen, Genickbruch, Vergasen, Erstechen, Ertränken oder Elektroschock. Katzen und Hunde tragen teilweise noch Halsbänder, das heißt, sie wurden illegal eingefangen.

Die Tiere müssen die Tötung ihrer Artgenossen mit ansehen und haben Todesangst. 120 Millionen Nerze, Hunde, Katzen, Kaninchen, Maderhunde, Füchse, Bären, Coyoten, und Nager sterben jährlich für die Pelzmode. 90 Prozent aller Tiere, auch diese Info kommt aus dem Netz, werden lebendig gehäutet. China kennt kein Tierschutzgesetz, das heißt bei der Tötung ist alles erlaubt. Viele Tiere erleiden Knochenbrüche und schwere Verletzungen. Die Zuchttiere leben von Geburt bis zur "Pelzernte" in winzigen Drahtgitterboxen, in denen sie sich kaum bewegen können. Für einen Pelzmantel müssen 60 Nerze, 100 Eichhörnchen oder 200 Chinchillas ihr Leben lassen.

Pelz ist kein Nebenprodukt der Fleischindustrie, die Kadaver landen im Müll. Echtpelz kann man daran erkennen, dass er nach menschlichen Haaren riecht, wenn man ihn anzündet oder wenn man in das Fell pustet und es sich wieder aufstellt. Außerdem kann man die Echtheit noch erkennen, wenn der Ansatz weiß ist. Ein bewusster Einkauf unterstützt den Tierschutz.