Natürliche Abgrenzung

Ulrike Spiegelhalter

Von Ulrike Spiegelhalter

Sa, 13. Juli 2019

Bernau

Rund um das Bernauer Feriendorf wächst ein Lärm- und Sichtschutzring aus heimischen Pflanzen.

BERNAU (sub). Viel Platz für Urlauber wurde Ende der 1960er und Anfang der 1970er Jahre in Bernau geschaffen: Im Ortsteil Oberlehen an der Straße nach Todtmoos entstand auf einem 33 000 Quadratmeter großen Südhang das Feriendorf "Rechbergblick". Örtliche Zimmereien erstellten damals 36 Holzhäuser. Nun hat das Areal eine neue und natürlichen Umrandung erhalten.

In den Anfangsjahren des Feriendorfes wurden zum Sicht-, besonders aber zum Lärmschutz als Abgrenzung zur L 146 Fichten gepflanzt. Die Eigentümergemeinschaft entschied Jahre später, die Fichten zu entfernen – der Plan wurde in den Jahren 2015 und 2016 umgesetzt, da Stürme durch die mittlerweile sehr großen, etwa 40 Jahre alten Nadelbäume die Häuser und die Feriengäste gefährdeten.
Anstelle der Fichten ist nun eine gelungene Komposition aus heimischen Blütengehölzen und Staudenkulturen entstanden. Mit Unterstützung des Planungsbüros Michael Schlichtmann und dem engagierten Hausmeisterehepaar Dagmar und Bernhard Ebers lassen sich die ersten Ergebnisse nach sehr kurzer Zeit schon bestaunen und bieten zugleich auch einen sehr guten Gegenentwurf zu aufkommenden Schottergärten.
Über die erstaunlich reichhaltige und vielfältige Blütenfülle von Weißdorn, Schlehen, Kornelkirschen und Wildkirschen sowie die aufkommenden Blütenstauden von Lupinen , Ginster und Wildrosen freuen sich die Feriengäste und Besucher genauso wie die große Anzahl von Bienen, Faltern und der Vogelwelt.

Zwischen den Häusern erfreuen ebenso Wildblumenwiesen, wie Bernhard Ebers berichtete. Er und seine Frau Dagmar geben sich beim Mähen größte Mühe, um Blumeninseln zu erhalten, damit die Blütenpracht nicht zerstört wird.

Das Projekt soll in den kommenden Jahren noch weiterentwickelt werden und könnte – ganz im Sinne des Biosphärengebietes – für andere Flächen als gutes Vorbild dienen.