NATURALIE

Claudia Füßler

Von Claudia Füßler

Sa, 20. März 2021

Gesundheit & Ernährung

Sieht niedlich aus, so eine kleine Flohsamenschale, oder? Lassen Sie sich bloß nicht täuschen: Das Ding kann bei entsprechender Wasserzufuhr das Vierzigfache seines Volumens erreichen. Flohsamenschalen sind die Schalen von Samen zweier Wegericharten, die in Indien und Pakistan wachsen. Für die herausragenden Quellfähigkeiten der Schalen sind lösliche Ballaststoffe mit dem schönen Namen Flosine-Schleimpolysaccharide verantwortlich. Die nehmen Flüssigkeit auf und vergrößern dadurch das Stuhlvolumen. Das wiederum gibt Druck auf die Darmwand, wodurch der Darmentleerungsreflex ausgelöst wird. Oder anders: Flohsamenschalen helfen prima bei Verstopfung, sofern sie mit genügend Flüssigkeit gegessen werden. Ihre wasserbindende Eigenschaft macht sie auch zu einem nützlichen Helfer bei Durchfall. Unbewiesen sind bisher hingegen Behauptungen, dass die nach nichts schmeckenden Schalen den Cholesterinspiegel senken können. Sie unterstützen auch nur indirekt beim Abnehmen, denn durch ihre Quellfähigkeit erhöhen sie das Sättigungsgefühl. Wer unempfindlich gegen Glibber ist und unter Verstopfung leidet, rührt sich die Flohsamenschalen in ein Glas mit Wasser und trinkt das, dann mindestens ein Glas Wasser hinterher. Prophylaktisch weiß der Darm täglich eine Portion Ballaststoffe zu schätzen. Dafür ein paar Flohsamenschalen aufs Müsli oder in den Smoothie geben, auch im Brot lassen sie sich gut verbacken.