Neue Heizung für Rathaus, Schule und Wehr

Christian Ringwald

Von Christian Ringwald

Mi, 02. Dezember 2020

Glottertal

Holzpelletanlage in Glottertal.

Die Schurhammerschule, das Rathaus und das ehemalige Feuerwehrgerätehaus in Glottertal sollen nach dem Willen des Gemeinderates eine neue gemeinsame Heizzentrale erhalten. Holzpellets sollen Heizöl als Brennstoff ersetzen. Für die Anlage mit einem Investitionsvolumen von rund 420 000 Euro erwartet die Gemeinde einen Zuschuss in Höhe von 45 Prozent aus dem Förderprogamm "Heizen mit erneuerbaren Energien" des Bundesamts für Wirtschaft (BAFA).

Bisher gibt es für die drei kommunalen Gebäude, die auf einem Grundstück liegen, zwei Heizanlagen: eine für Schule und Rathaus im Keller der Schurhammerschule sowie eine im ehemaligen Feuerwehrgerätehaus. Die Anlage in der Schule stammt von 1985, die andere ist neun Jahre älter. Aktuell gibt es ist eine Wärmeleistung von 350 Kilowatt (kW); Berechnungen des Ingenieurbüros TAG Planungsgruppe aus Freiburg haben für die drei Gebäude eine Heizlast von 270 kW berechnet. Der Ölverbrauch lag in der Vergangenheit bei 40 000 Liter pro Jahr, was einem Wärmebedarf von rund 410 000 Kilowattstunden entspricht.

Untersucht wurden zwei Varianten: Hackschnitzel und Holzpellets. Insbesondere aufgrund der Investitionskosten fiel die Wirtschaftlichkeitsberechnung zugunsten einer Pellet-Doppel-Kesselanlage aus. Der Jahresbedarf an Pellets liegt bei 80 Tonnen, das entspricht etwa vier Lkw-Ladungen. Bei Holzhackschnitzeln wäre es um die 20 Anlieferungen pro Jahr. Der Berechnung zufolge ist die Pelletanlage auf 20 Jahre bezogen mit Kosten von jährlich etwa 36 000 Euro rund 5000 Euro günstiger als die Hackschnitzelanlage.

Die Erneuerung der Heizanlage diskutierte der Rat seit geraumer Zeit. "Wir haben seit Jahren nach einem Förderprogramm Ausschau gezahlten. Jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt für die Investition", sagte Bürgermeister Karl Josef Herbstritt. Den Austausch von Ölheizungen fördere die Bundesregierung mit Zuschüssen in Höhe von 45 Prozent. Der Gemeinderat beschloss nach nichtöffentlicher Vorberatung den Einbau der neuen Pellets-Doppel-Kessel-Anlage.