Neue Hofzufahrten und Wege im Wald

Dorothea Scherle

Von Dorothea Scherle

Mo, 10. Mai 2021

Waldkirch

Ortschaftsrat Suggental beschäftigt sich mit Flurneuordnung.

Die Flurneuordnung Suggental/Wegelbachtal war Thema im Suggentäler Ortschaftsrat. Der Suggentäler Rat empfiehlt dem Gemeinderat Waldkirch einen Beschluss, dass die Stadt die nicht durch Zuschüsse gedeckten Ausführungskosten übernimmt. Kalkuliert sind diese mit 312 675 Euro. Vorbehaltlich der Zustimmung des Gemeinderats können die Maßnahmen nach langjähriger Planungsphase von 2022 an realisiert werden.

Laut Projektleiterin Therese Möhnle vom Landratsamt handelt es sich bei den Kosten lediglich um eine Berechnung auf der Basis aktueller Baupreise, nicht um Endkosten. Mithin können sich die Zahlen noch ändern. Inhaltlich geht es in dem sogenannten beschleunigten Zusammenlegungsverfahren nach dem Flurbereinigungsgesetz darum, zersplitterten ländlichen Grundbesitz unter Mitwirkung der Eigentümer zu erschließen und zu vernetzen. In Suggental/Wegelbachtal werden Möhnle zufolge sieben Hofzufahrten, zwei Mindestflurwege (nicht ausgebaute Privatwege) und fünf Waldwege modernisiert und neu trassiert.

Das Land wird diese Maßnahmen voraussichtlich zu 72 Prozent fördern. Damit die verbleibenden 28 Prozent nicht komplett an den Hofeigentümern hängenbleiben, will die Stadt Waldkirch die verbleibenden Kosten für Hofzufahrten ab einer Länge von 100 Metern mit 190 400 Euro (Gesamtkosten 878 690 Euro) und die verbleibenden Kosten für den Waldweg MN1106 mit 3405 Euro (Gesamtkosten 39 550 Euro) übernehmen, weil dieser Waldweg für den Brandschutz als Notweg vom Suggental ins Wegebachtal ausgebaut wird. Bis zu einer Länge von 100 Metern müssen die Eigentümer die Kosten für die Hofzufahrten selbst tragen.

Die Eingriffe in den Wald machen Ausgleichsmaßnahmen notwendig. Bei diesen will die Stadt 33 300 Euro (Gesamtkosten 221 940 Euro) in Landschaftspflege und Erholung investieren und die Pflegekosten für 25 Jahre übernehmen. Sie sind mit 85 570 Euro kalkuliert, jährlich 3423 Euro. Geplant sind auch ökologische Verbesserungen wie eine strukturreiche Böschungsgestaltung bei den neu trassierten Wegen, die Herstellung eines Traubeneichenwaldes, die Ausweisung eines Bannwalds und neue Bänke. Möhnle schätzt, dass die Maßnahmen innerhalb der kommenden fünf bis sechs Jahre realisiert werden können. Ortsvorsteherin Barbara Kusz kommentierte: "Schön, dass wir nach einem langwierigen Verfahren Licht am Ende des Tunnels sehen."