Neue Telefonkabel verzögern Arbeiten

Karin Steinebrunner

Von Karin Steinebrunner

Fr, 24. Mai 2019

Dachsberg

Der Dachsberger Gemeinderat besichtigt die Straßenbaustelle in Hierholz / Projekt wird wohl erst im Jahr 2020 abgeschlossen.

DACHSBERG. Zur Verdeutlichung des Sachstandsberichts bezüglich der Straßensanierungsmaßnahmen in Hierholz hatte der Dachsberger Gemeinderat vor der Sitzung eine Baustellenbegehung vorgeschoben.

Zunächst erklärte Planer Claus Baumgartner anhand einer Übersichtskarte den Fortschritt im Rahmen der verschiedenen Bauabschnitte, im Anschluss daran machten sich die Räte auf, die Baustelle selbst in Augenschein zu nehmen, und schließlich lieferte Baumgartner dann im Rathaus die entsprechenden Zahlen nach.

Gleichzeitig mit der Straßensanierung wurde die Entwässerung der Straße sowie der oberhalb gelegenen Bauplätze vorgenommen. Im vergangenen Jahr konnte die Kanalverlegung erfolgen sowie die Sanierung des weniger stark beschädigten Teilstücks. Während der Planung waren zwei Bauanträge gestellt und ein Bauvorhaben begonnen worden, wodurch einige sinnvolle Ergänzungen in die Planung einflossen.

Außerdem zeigte es sich, dass die Telefonkabel im Bereich des geplanten Vollausbaus für den Weiterbetrieb zu marode waren. Die Neuverlegung seitens der Telekom verursachte indes natürlich Verzögerungen. Die beauftragte Baufirma hat inzwischen eine zweite Baukolonne bereitgestellt, so dass die Aussicht, bis Ende September asphaltieren zu können, immer noch als sportlicher, wenngleich als möglicher Zeitrahmen angesehen werden kann.

Bürgermeister Stephan Bücheler betonte bei der Besichtigung aber, dass im Zweifel witterungsbedingt eher die endgültige Fertigstellung auf 2020 verschoben werden würde.

Im Rathaus erläuterte Baumgartner nochmals die Ergänzungen zur ursprünglichen Planung, die sich aus den veränderten Bedingungen logisch ergeben hatten, aber auch für zusätzliche Kosten sorgen. Dies betrifft zum Einen die Verlegung von Leitungen für Wasser, Regenwasser und Schmutzwasser im südlichen Kurvenbereich.

Diese Kosten sind zu einem Teil bereits 2018 abgerechnet worden oder über den aktuellen Haushalt finanzierbar. Für einen weiteren Teil, Ergänzungen für die Erschließung von Bauplätzen betreffend, ist die Gemeinde in Vorleistung gegangen. Dieser Kostenanteil kommt weitgehend durch die von den Grundstückseigentümern zu leistenden Anschlussgebühren zurück.

Was ursprünglich nicht in der Planung berücksichtigt war, sind neben der Wasserversorgung die Kosten für die Straßenbeleuchtung von rund 10000 Euro, da diese Positionen nicht für den Zuschussantrag geltend gemacht werden konnten.

Eine Ergänzung, die Verlegung einer Wasserleitung im nördlichen Bereich, wurde daher noch nicht in die Kostenrechnung mit aufgenommen. Sie wäre durch den Haushalt derzeit nicht finanziell abgedeckt.

Bücheler betonte nochmals, dass die übrigen Ergänzungen absolut sinnvoll in den Ablauf der Baumaßnahmen zu integrieren seien, für diese letzte könne er sich vorstellen, die Kosten von schätzungsweise 21000 Euro teils über die Wasserversorgung abzurechnen, teils aufs kommende Jahr zu übertragen.