Die Zerstörung der Eisenbahnbrücke 1939

Winfried Studer

Von Winfried Studer

Mi, 07. Oktober 2009

Neuenburg

Historisches Schaufenster: Heute vor 70 Jahren wurde die Neuenburger Eisenbahnbrücke über den Rhein gesprengt

NEUENBURG AM RHEIN. Vor rund 70 Jahren, am 1. September 1939, überfiel Deutschland Polen und entfesselte den Zweiten Weltkrieg. Zwei Tage später erklärten England und Frankreich dem Deutschen Reich den Krieg. Bereits am 3. September wurde die Neuenburger Bevölkerung evakuiert. Das Neuenburger Stadtarchiv ist im Besitz eines Tagebuches, das ihm die kürzlich verstorbene Mina Kössler überlassen hat. In diesem Tagebuch wird auch über die Zerstörung der Neuenburger Eisenbahnbrücke am 7. Oktober 1939 berichtet.

"An der Front ist es immer noch ruhig und jeder geht friedlich seiner Arbeit nach. Da an einem Morgen, die Einwohner waren zum Teil noch im Bett, eine starke Detonation, eine Erschütterung. Was mag wohl geschehen sein? Es geht von Mund zu Mund. Die Franzosen haben die Eisenbahnbrücke gesprengt. Wir haben immer etwas mit Grauen an diese Sprengung gedacht und mussten staunen, dass uns dieser Schreckenstag, der 7. Oktober, so wenig Schaden, ja fest nicht einmal eine zerbrochene Fensterscheibe zugefügt hat." So wird das Ereignis in dem Tagebuch beschrieben.

Auch die 1872/1873 errichtete Schiffbrücke, die schon einige Tage vor Kriegsausbruch ständig geöffnet war, wurde durch französischen Beschuss versenkt.

Mit dem Bau der Eisenbahnbrücke bei Neuenburg über den Rhein wurde 1875 begonnen. Am 5. Februar 1878 wurde die Eisenbahnverbindung nach Mülhausen eingeweiht. Mit der Aufnahme des Zugverkehrs war im südlichen Teil des Landes Baden der Anschluss der Großherzoglichen Staatsbahn an das ...

BZ-Archiv-Artikel

Einfach registrieren und Sie können pro Monat 10 Artikel kostenlos online lesen - inklusive BZ-Plus-Artikel und BZ-Archiv-Artikel.

Gleich können Sie weiterlesen!

Exklusive Vorteile:

  • 10 Artikel pro Monat kostenlos
  • BZ-Plus-Artikel lesen
  • Online-Zugriff auf BZ-Archiv-Artikel
  • Qualitätsjournalismus aus Ihrer Heimat
  • An 18 Standorten in Südbaden – von 150 Redakteuren und 1500 freien Journalisten
  • Verwurzelt in der Region. Kritisch. Unabhängig.
  • Komfortable Anzeigenaufgabe und -verwaltung
  • Weitere Dienste wie z.B. Nutzung der Kommentarfunktion
  • Zugang zu mehreren Portalen der bz.medien: badische-zeitung.de, fudder.de und schnapp.de

* Pflichtfelder

Anmeldung

* Pflichtfelder

Meine BZ