Neuer Rekord für den Schwarzwald

Dominik Bloedner

Von Dominik Bloedner

Mi, 15. Januar 2020

Südwest

Fokus auf Barrierefreiheit.

Das Jahr 2019 wird ein weiteres Rekordjahr für den Tourismus in Baden-Württemberg – das neunte in Folge, wie Tourismusminister Guido Wolf (CDU) auf der Stuttgarter Reisemesse CMT bekanntgab. Vollständige Zahlen liegen Mitte Januar noch nicht vor, doch bis Ende November zählten die Statistiker allerdings schon rund 22 Millionen sogenannte Gäste-Ankünfte und etwa 53,5 Millionen Übernachtungen. Das sind jeweils rund vier Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Auch der Schwarzwald verzeichnet erneut ein Wachstum. Auch hier liegen die Zahlen des Statistischen Landesamtes noch nicht vor, dennoch wird auf das Gesamtjahr hochgerechnet mit 8,9 Millionen Ankünften (plus 200 000) und 22,8 Millionen Übernachtungen (plus 500 000) ausgegangen. Diese Zahlen wurden nur für Betriebe mit mindestens zehn Gästebetten erhoben, hinzu kommen, so der Geschäftsführer der Schwarzwald-Tourismus-GmbH (STG), Hansjörg Mair, 17 Millionen Übernachtungen bei kleineren Betrieben, auf Reisemobil- und Campingplätzen und bei Freunden und Bekannten.

Die STG will dieses Jahr den Fokus auf mobil eingeschränkte Menschen legen – auf Familien mit Kleinkindern, Sehbehinderte, Hörgeschädigte oder Urlauber mit Rollator oder Rollstuhl, die viele Angebote nicht nutzen können. Dorothea Störr-Ritter, Landrätin des Kreises Breisgau-Hochschwarzwald und STG-Vorsitzende, sagte auf der CMT: "Reisen ohne Barrieren wird immer mehr zum erwarteten Komfortangebot und Barrierefreiheit damit zur Frage der Zukunftsfähigkeit einer Region." Das Zertifizierungssystem "Reisen für alle" soll etabliert, Gastgeber sollen für den barrierefreien Ausbau des Angebots sensibilisiert werden.