Neuland mit Bravour betreten

Hans Spengler

Von Hans Spengler

Sa, 11. September 2021

Meißenheim

Erstmals nahmen die Kürzeller Unditzspatzen ein Musical als Film auf / Gelungene Premiere der Vorführung in der Unditzhalle.

. Eine Premiere hat am Mittwochabend in der Unditzhalle in Kürzell stattgefunden: die Vorführung des Musicalfilms "Die Schöne und das Biest", aufgeführt von den Unditzspatzen des MGV Eintracht Kürzell. Aufgrund der Corona-Regeln dürfen pro Vorführung nur rund 90 Zuschauer gleichzeitig in der Halle sein. Bei der Premiere war nahezu ausverkauft.

In Musicalaufführungen ist der Jugend- und Kinderchor Unditzspatzen schon geübt. "Die Schöne und das Biest" sollte eigentlich live auf der Bühne in der Unditzhalle aufgeführt werden. Dieser Termin wäre im April 2020 gewesen, was die Pandemie verhinderte. Da aber auch weiterhin keine direkte Aufführung möglich war, kam die Idee auf, einen Film zu drehen – das war Neuland für alle. So wurde die große Bühne in der Unditzhalle extra für diesen Dreh aufgebaut, an 20 Tagen wurden die Sequenzen in kleinen Gruppen aufgenommen.

Das Drehbuch stammt aus der Feder der Leiterin Sabrina Schneider. Sie führte auch Regie und fertigte den größten Teil der 64 Kostüme selbst. Monatelang wurde in kleinen Gruppen geprobt, bis die ersten Teile gedreht werden konnten. Lichtdesign, Tontechnik und Kameraführung oblagen Alisa, Hanni und Klaus Hummel. Der Zusammenschnitt des über drei Stunden dauernden Filmes übernahm Alisa Hummel. 64 Kinder spielten in der Aufführung des Films mit, und einige weitere arbeiteten hinter den Kulissen mit. So wurden Bühnenbau und Requisiten vom ganzen Team übernommen. Die Kostüme beispielsweise waren alle mit Zusätzen ausgestattet, wie Gabel, Messer, Teller und anderem, was auf ihren Beruf hindeuten sollte.

Pünktlich um 19 Uhr begann der Film bei der Premiere. Robert Althauser als Conférencier und Sabrina Schneider als Regisseurin begrüßten in festlicher Kleidung mit launigen Worten das Publikum. Während der Aufführung gab es immer wieder Szenenapplaus für Gesang und Tänze. Die Geschichte handelt von der jungen Frau Belle, die zusammen mit ihrem Vater Maurice in einem verschlafenen Dorf lebt. Dorfschönling Gaston und sein Handlanger Le Fou sorgen für Aufsehen, aber sonst ist im Dorf nicht viel zu sehen und hören. Als Vater Maurice sich auf einer Reise im Wald verläuft, wird er von einem furchterregenden Biest in einem Schloss festgesetzt. Im verwunschenen Schloss erwachen viele Einrichtungsgegenstände plötzlich zum Leben.

Als Belle ihren Vater findet, bleibt sie zum Tausch beim Biest. Zunächst fürchtete sie sich vor dem haarigen Zeitgenossen, doch mit der Zeit merkt sie, dass sich hinter dem abstoßenden Äußeren mehr verbirgt. Sie erringt die Zuneigung des Biestes und am Schluss kommt es zur Hochzeit – das Biest hat sich zum Prinzen zurückverwandelt.

Die Hauptdarsteller: Belle (Mia Grzeschik), das Biest (Maximilian Grafmüller), Dorfschönling Gaston (Eliah Hugelmann), dessen Handlanger Le Fou (Marian Tscherter)

Musicalfilm "Die Schöne und das Biest": Weitere Vorführungen am Freitag, 17. September, 19 Uhr, sowie an den Sonntagen, 12. und 19. September, jeweils 15 Uhr.