Nur kleine Wünsche aus Buchholz

Gabriele Zahn

Von Gabriele Zahn

Mo, 26. Oktober 2020

Waldkirch

Der Ortschaftsrat begnügt sich – notgedrungen – bei der Mittelanmeldung für den Haushalt 2021 auf das finanziell Machbare.

Der Ortschaftsrat Buchholz beschäftigte sich in seiner jüngsten Sitzung mit der Mittelanmeldung für den städtischen Haushalt 2021. Gewünscht werden unter anderem ein Sonnensegel für den Kindergarten, die Beteiligung am Weintourismus und eine ergänzende Straßenbeleuchtung zwischen Bahnübergang und Burgunderweg. Darüber hinaus entschieden die Ortschaftsräte, dass noch dieses Jahr für die Festhalle Buchholz ein leistungsfähiger Beamer angeschafft wird.

. Für den Haushalt 2021 müssen die Ortsteile ihre benötigten Mittel anmelden. Der Oberbürgermeister habe darauf hingewiesen, dass nur für Verkehrssicherungspflichten und bereits angefangene Maßnahmen Mittel für 2021 angemeldet werden dürfen, so Ortsvorsteher Christian Ringwald, deshalb habe er die Haushaltsansätze fortgeschrieben beziehungsweise an die Vergangenheit angepasst.

Darüber hinaus empfahl er, für eine ergänzende Straßenbeleuchtung zwischen Bahnübergang und Burgunderweg 25 000 Euro anzumelden, für ein Sonnensegel für den Kindergarten Spatzennest 8 000 Euro und für die Weintouristik 4 000 Euro. Das in der Vergangenheit angesparte Budget von mehr als 30 000 Euro fiel der letzten Haushaltssperre zum Opfer. Die Ortsvorsteher haben aber mit Oberbürgermeister Roman Götzmann vereinbart, dass die Ortsteile einen Gutschein über die Hälfte der verfallenen Ortsteilbudgets bekommen, der ab 2022 eingelöst werden könne. Das seien für Buchholz 17 .000 Euro.

Für den mittelfristigen Finanzbedarf ab 2022 empfahl Ortsvorsteher Christian Ringwald für die Gewässerpflege, für die Sanierung der Leichenhalle, für den Schulhof und für die Neukonzeption des Weinlehrpfads Mittel anzumelden. Da für 2021 keine Planungskosten für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses vorgesehen seien, wolle er darauf drängen, dass 2022 Mittel dafür in den Haushalt eingestellt werden.

Ratsmitglied Klaus Detel regte an, zu überlegen, wie die Dorfmitte grüner gestaltet werden könne, damit sie aufgelockerter aussehe. Der Baum allein sei zu wenig, meinte Detel. Bei der Begrünung müsse auch an die Pflege gedacht werden, sagte sein Ratskollege Xaver Ihringer.

Weil die Festhalle dieses Jahr kaum vermietet wurde, habe die Ortsverwaltung ein Minus von 9000 Euro erwirtschaftet, informierte Ringwald, aufgrund einer Sonderreglung soll das Minus nicht auf das nächste Jahr übertragen werden.

Nikolaus Wernet hält das Sonnensegel für den Kindergarten und die Erneuerung des Schulhofs für wichtig. Der Schulhof habe "Stolperfallen" und bei Regen viele Pfützen. Weiter erinnerte er daran, dass für den Bücherkiosk einen neuen Platz gesucht werden müsse. Die erwähnte Straßenbeleuchtung Bahnhof-Burgunderstraße findet Wernet weniger wichtig.

Michael Blattmann wünscht, in der Langgasse ein bis zwei Mülleimer aufzustellen, mit Stationen für Hundekotbeutel. Es wurden zwei weitere Mülleimer aufgestellt, so Ringwald, die Stadt sei der Meinung, dass im Bereich Rebberg keine weiteren Eimer nötig wären. Xaver Ihringer sprach sich dafür aus, Mittel für die Beleuchtung, das Sonnensegel und den Weintourismus zu melden und den Schulhof in die kurzfristige Investitionsplanung für 2022 aufzunehmen. Josef Singler favorisierte bei der Mittelanmeldung den Schulhof vor der Beleuchtung. Ringwald erwiderte, dass der Schulhof in Buchholz in der "Rangliste" der Schulhöfe hinten stehe und eher Geld für die Beleuchtung genehmigt werde als mindestens 80 000 Euro für den Schulhof. Dieser sei nicht optimal, aber auch nicht gefährlich.

Kurios: Mit einer Ja-Stimme ging der Antrag durch

Die Ortschaftsräte beschlossen schließlich einstimmig, Mittel für Sonnensegel und Weintourismus anzumelden, 2500 Euro für die Begrünung der Ortsmitte sowie 1500 Euro für zwei Mülleimer in der Langgasse. Mit sechs Ja-Stimmung und einer Enthaltung sprachen sich die Räte für die Straßenbeleuchtung Bahnübergang-Burgunderweg aus. Mit einer Ja-Stimme von Nikolaus Wernet und sechs Enthaltungen – also ein kurioses, aber korrektes Abstimmungsergebnis – wurde beschlossen, dass auch Mittel für die Schulhofsanierung angemeldet werden.

Im Moment werde der alte Friedhof von Wolfgang Rother überplant, berichtete Christian Ringwald. Die Idee sei, für den Bücherkiosk dort einen Pavillon zu errichten, das aus dem Ortsteilbudget und mittels Sponsoring finanziert wird.

Für 2020 stehen für die Festhalle noch 1000 Euro im Haushalt, für die Sporthalle 2000 Euro. Ringwald empfahl, die Mittel noch auszugeben. Für die Festhalle wird ein leistungsfähiger Beamer gewünscht und in der Küche ein weiterer Kühlschrank. Der Beamer würde 4900 Euro kosten. Finanziert werden könne er über noch vorhandene Haushaltsmittel von Fest- und Sporthalle und aus dem Ortsteilbudget. Josef Singler regte an, für die Nutzung des Beamers einen kleinen Obulus zu verlangen. Die Ortschaftsräte stimmten einstimmig für die Anschaffung eines Beamers. Eine Leinwand ist vorhanden.