Offenburg

Der Unverpackt-Laden steht in den Startlöchern

Ralf Burgmaier

Von Ralf Burgmaier

Do, 14. November 2019 um 15:32 Uhr

Offenburg

Offenburg kriegt wohl einen Unverpackt-Laden. Am 20. November wird das Konzept vorgestellt. Interessierte können dann schon für 50 Euro Genossen werden.

Offenburg kriegt einen Unverpackt-Laden. Kommende Woche, am Mittwoch, 20. November, 19 Uhr will eine Initiative aus Umweltaktivisten ihr Konzept eines Lebensmittelgeschäfts, das weitgehend ohne Plastikverpackungen auskommen will, im evangelischen Gemeindehaus Poststraße 16 vorstellen. Zuvor besichtigen die Aktivisten eine derzeit leerstehendes Ladengeschäft am Offenburger Marktplatz, in dem der Unverpackt-Laden möglicherweise sein Domizil finden könnte.

Die Offenburger Unverpackt-Initiative geht zurück auf eine Demonstration von Fridays for Future. Der junge Fridays-Aktivist Jakob Roloff hielt vor dem Offenburger Rathaus eine flammende Rede, in der er auch die Forderung nach einem Unverpackt-Laden thematisierte. Bereits im Mai gab es dann eine erstes Treffen von zahlreichen Interessierten und Aktivisten im evangelischen Gemeindehaus, bei dem erste Umsetzungsideen diskutiert wurden.

Unverpackt-Läden verzichten vollständig auf Verpackungen. Die Kunden können dort die benötigten Lebensmittel einfach in mitgebrachte Behälter abfüllen. So wird unnötiges Plastik gespart. Für die Umwelt ist der Einkauf ohne Verpackung eine große Entlastung. Das Konzept eines solchen Geschäfts kann sich in deutschen Großstädten bereits durchsetzen. Auch in Offenburg ist das Interesse an einem klimafreundlichen Laden mit regionalen Produkten sehr hoch. Der Ansturm beim ersten Organisationstreffen war daher groß. Schon im Mai wurde die Genossenschaft als mögliche Organisationsform diskutiert. Mittlerweile haben die Aktivisten die Idee weiterentwickelt, so dass am kommenden Mittwoch bereits die Geschäftsform der Genossenschaft vorgestellt wird.

Bei diesem Termin haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bereits Gelegenheit, die ersten Absichtserklärungen zur Anteilszeichnung für die Genossenschaft auszufüllen und das Thema "unverpackt" auch für Offenburg zu unterstützen, heißt es in einer Pressemitteilung der Initiative. Es ist geplant, Genossenschaftsanteile zum Preis von jeweils 50 Euro auszugeben. "Es sind auch viele Studierende bei der Initiative dabei, da sollte der Preis nicht zu hoch sein", erklärt Angelika Gold von der Bürgerinitiative Umweltschutz Offenburg (BUO), die als altgediente Umweltaktivistin die junge Initiative unterstützt. "Wer etwas mehr Geld auf der Seite hat, kann natürlich auch gerne für 1000 Euro Anteile erwerben", erklärt Angelika Gold auf Anfrage.

"Wer möchte, kann zur Plenumsversammlung auch gerne ein eigenes Behältnis mitbringen und vor Ort mit den künftig eingesetzten ,Silos’ testen, wie das Einfüllen funktioniert", heißt es in de Pressemitteilung. Und wer den Plenumstermin nicht wahrnehmen kann, hat am Samstag, 23. November, von 9 bis 13 Uhr auf dem Wochenmarkt die Chance, mit den Initiatoren an ihrem Infostand unter den Pagoden ins Gespräch zu kommen und sich über das Projekt zu informieren.