Ein unbeugsamer Sozialdemokrat

Gertrude Siefke

Von Gertrude Siefke

Fr, 05. April 2013

Offenburg

Vor 80 Jahren wurde Bürgermeister Walther Blumenstock entlassen, weil er sich gegen das Hakenkreuz am Rathaus wehrte.

OFFENBURG. Dass die SPD unter ihrem Vorsitzenden Otto Wels vor 80 Jahren als einzige Partei gegen das Ermächtigungsgesetz der NSDAP gestimmt hatte, ist bekannt. Doch nicht nur in Berlin, auch in Offenburg leistete ein Sozialdemokrat Widerstand: Anfang März 1933 weigerte sich Bürgermeister Walther Blumenstock, die Hakenkreuzfahne am Rathaus zu hissen.

SPD-Stadtrat Bertold Thoma, der sich zurzeit mit der Geschichte der Offenburger Arbeiterbewegung befasst, macht auf das beherzte Auftreten des Beigeordneten aufmerksam, der an der Seite von Oberbürgermeister Josef Holler die Geschicke der Stadt lenkte. Der aus Villingen stammende und in Heidelberg als Gerichtsassessor tätige Blumenstock wurde 1924 mit großer Mehrheit gewählt, das Verhältnis zwischen ihm und Holler wird als "harmonisch" beschrieben. Doch 1933 endete seine Amtszeit jäh.

In "Brot ist Freiheit. Dokumentationen zur Geschichte der Arbeiterbewegung in ...

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