Offenburg

Erneut Gewalt und Streit am Pfählerpark

bz, rab

Von BZ-Redaktion & Ralf Burgmaier

Mo, 24. Juni 2019 um 16:45 Uhr

Offenburg

Erinnerungen an 2018: Wie schon im Vorsommer ist es beim Pfählerpark und Zentralen Omnibusbahnhof am Samstagabend erneut zu einer gewaltsamen Auseinandersetzungen gekommen.

Ein Großaufgebot an Kräften der Polizeireviere Offenburg und Lahr, der Diensthundeführerstaffel sowie der Bundespolizei war am Samstag notwendig, um eine körperliche Auseinandersetzung im Bereich des Busbahnhofs zu unterbinden. Die Polizisten trafen laut Polizeibericht kurz vor 20 Uhr dort auf rund 50 aufgebrachte Personen.

Nach bisherigem Kenntnisstand sollen zehn davon an der Gewalt beteiligt gewesen sein. Gegen sechs Männer unterschiedlicher Nationalitäten, ein Vertreter des Präsidiums sprach von Afghanen, Gambiern und einem Iraner im Alter von 17 bis 43 Jahren werden nun Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung geführt.

Die Hintergründe des Konflikts sind indes noch unklar. Fest steht laut Polizei, dass zur Austragung der Auseinandersetzung auch Messer und Flaschen eingesetzt worden sind. Bislang sind der Polizei vier Verletzte bekannt. Ein 28-Jähriger trug unter anderem eine Stichverletzung im Gesäßbereich davon, ein Jugendlicher hatte eine Verletzung am Hinterkopf, die möglicherweise von einer zerbrochenen Flasche herrühren könnte. Zwei weitere Beteiligte, eine 44 Jahre alte Frau und 19 Jahre alter Mann, erlitten Prellungen und Platzwunden.

Etwa zwei Stunden später sollen im gleichen Bereich erneut Streitigkeiten unter mehreren Personen aufgekeimt sein. Strafbare Handlungen konnten dieses Mal von den anrückenden Gesetzeshüter jedoch nicht registriert werden. Gegen zwei Männer und eine Frau wurde ein Platzverweis ausgesprochen. Die von Beamten des Polizeireviers Offenburg geführten Ermittlungen dauern an.

Bereits im vergangenen Jahr war es im Bereich des Busbahnhofs und im benachbarten Pfählerpark zu Auseinandersetzung zwischen geflüchteten Personen gekommen. Damals konnte die Polizei, die nach ersten Vorkommnissen mit starken Kräften die Lage beruhigen konnte, Streitigkeiten wegen Drogenhandels als Ursache ermitteln. Am Samstag konnte sie laut einem Sprecher des Präsidiums keine Drogen beschlagnahmen. Wegen der Vorkommnisse 2018 zeigte die Polizei nach eigenen Angaben auch dieses Jahr verstärkte Präsenz an diesem Brennpunkt. Über eine weitere Aufstockung müsse nachgedacht werden, sollte sich die Lage nicht beruhigen, so eine Polizeisprecher.