Fotowettbewerb

Offenburg siegt mit dem Querschnitt durch eine Bohne

Carola Bruhier

Von Carola Bruhier

Mo, 02. Dezember 2019 um 19:45 Uhr

Offenburg

Beim Wettbewerb der Optical Society of America saht die Hochschule erneut ab. Beim siegreichen Beitrag handelt es sich um eine Raster Elektronen Mikroskop-Aufnahme einer grünen Bohne.

Die Hochschule Offenburg ist erneut mit dem Hauptpreis des internationalen Fotowettbewerbs der Optical Society of America (OSA) ausgezeichnet worden. Bereits 2011 hatte Professor Dan Curticapean mit seinem Foto "Optisches Möbius Band" gewonnen.

Das nun von Curticapean und seiner Kollegin Pascale Müller eingereichte Sieger-Foto zeigt einen "Querschnitt durch eine Bohne" und ist eine Raster Elektronen Mikroskop(REM)-Aufnahme, die digital nachbearbeitet wurde. Für die Aufnahme wurde die Probe "grüne Bohne" mit einem speziellen Verfahren, der "Kritischen Punkttrocknung" vorbereitet. Pascale Müller hat die digitale REM-Aufnahme im Zentrum für Physik an der Hochschule Offenburg erstellt.

Das Preisgeld wurde in voller Höhe gespendet

"Meine Aufgabe war die digitale Nachbearbeitung der schwarz-weißen REM-Aufnahme und hat mich gut vierzig Stunden beansprucht. Die digitale Postproduktion zog sich über vier Jahre hin, in denen immer wieder etwas geändert und verbessert wurde", erläutert Curticapean die Entstehungsgeschichte dieses besonderen Fotos.

Das Preisgeld wurde in voller Höhe gespendet. Das Foto wird in der Dezemberausgabe der renommierten Fachzeitschrift Optics and Photonics News (OPN) veröffentlicht und ist auf der Homepage der OSA zu finden.

Das Team der Hochschule Offenburg konnte sich mit diesem Foto gegen die weltweite Konkurrenz durchsetzen und Wissenschaftler großer Universitäten in Amerika, wie dem MIT und Lawrence Berkeley National Lab und auch aus Deutschland, Japan, Neuseeland, England (Cambridge) und Italien toppen. Die Hochschule Offenburg ist mit einem REM ausgestattet, das in der Forschung und Lehre eingesetzt wird. Hierbei haben die Studierenden unter Betreuung von Pascale Müller die Möglichkeit mit modernster Technik Erfahrungen zu sammeln und später in ihrer Berufspraxis anzuwenden.

Wissenschaftler und passionierter Fotograf

2006 erhielt der Physiker Curticapean den Ruf als Professor für Medientechnologie an die Hochschule. Zu seinen Spezialgebieten gehören Optik und Photonik. Als Wissenschaftler und passionierter Fotograf begeistert er sich dafür, die Möglichkeiten der Optik in verschiedenen Projekten zu nutzen und bis an ihre Grenzen vorzudringen.

Mit den Studierenden arbeitet er an außergewöhnlichen Medienprojekten, wie der Liveübertragungen der Mondfinsternis im Juli 2018 vom Feldberg, mit einer halben Million Aufrufe im Internet. Weltweite Aufmerksamkeit bekam seine Forschung auch durch eine interaktive Medieninstallation bei der Unesco in Paris anlässlich des Internationalen Jahrs des Lichtes 2015.
Weitere Infos gibt es unter http://mehr.bz/osa