Offenburg

Plädoyers im Mordprozess: War der Arzt nur ein Zufallsopfer?

Stefan Hupka

Von Stefan Hupka

Do, 21. Februar 2019 um 20:11 Uhr

Offenburg

BZ-Plus Ausgerechnet der Ankläger spricht zuerst von Freispruch: Die Parteien im Offenburger Arztmordprozess halten den Angeklagten übereinstimmend für schuldunfähig.

Als das Wort erstmals fällt an diesem Gerichtsvormittag, trifft es wie ein Peitschenhieb. Ausgerechnet der Ankläger spricht es aus. "Freispruch", sagt Staatsanwalt Kai Stoffregen in seinem Plädoyer, "wegen Schuldunfähigkeit." Unter den Zuhörern im Saal 2 des Landgerichts Offenburg hört man ein Ächzen in diesem Moment, auch empörtes Zischen. Freispruch? Für die Tötung des beliebten und geachteten Arzt Joachim T., für diese exzessive Bluttat? Das Wort will mancher nicht an sich heranlassen.

Voraussetzung für Einweisung in Psychiatrie
Es ist aber natürlich kein Freispruch im eigentlichen Sinn, den der ...

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