530 Verletzte in den USA durch E-Zigaretten

dpa

Von dpa

Sa, 21. September 2019

Panorama

Ursache weiterhin unbekannt.

NEW YORK (dpa). In den USA sind inzwischen 530 Fälle von Lungenverletzungen nach dem Gebrauch von E-Zigaretten erfasst. Die Ursache sei weiter nicht bekannt, es werde zusammen mit anderen Behörden über mehrere Bundesstaaten hinweg ermittelt, teilte die US-Gesundheitsbehörde CDC mit. Sechs Todesfälle wurden bislang gemeldet, die offenbar auf die Nutzung von E-Zigaretten zurückgehen. Die US-Behörden warnten erneut alle Nutzer vor dem Gebrauch.

In Deutschland und auch europaweit ist bislang kein ähnlicher Anstieg solcher Fälle bekannt. Die Beschwerden scheinen sich auf Benutzer in den Vereinigten Staaten zu beschränken. Die Betroffenen dort rauchten in den meisten Fällen THC oder THC zusammen mit Nikotin. THC steht für Tetrahydrocannabinol. Die Substanz steckt in Cannabis und ist hauptsächlich für die berauschende Wirkung der Droge verantwortlich. Über 373 der Verletzten liegen genauere Daten vor, wie CDC-Chef Robert Redfield sagte. Rund 67 Prozent von ihnen seien zwischen 18 und 34 Jahre alt, 16 Prozent seien jünger als 18. Etwa drei von vier sind demnach männlich.

Rigoros handelte die indische Regierung: Sie verbot Verkauf, Produktion, Import und Bewerbung von E-Zigaretten. E-Zigaretten stellten für junge Menschen zunehmend ein Gesundheitsrisiko dar, erklärte Finanzministerin Nirmala Sitharaman. Mehrere Bauernvereinigungen in Indien hatten ein Verbot von E-Zigaretten gefordert. Indien ist eines der größten Produktionsländer von Tabak.