Die Service-Krise

Katja Bauer

Von Katja Bauer

Sa, 11. April 2009

Panorama

Porzellan als Wertanlage, Statussymbol und Familienstolz – das war einmal. Leider / Von Katja Bauer

Wenn Stefanie Hering über Teller von Tchibo spricht, dann tut sie das ganz ohne Angst in der Stimme. Das kann man verstehen. Die Porzellanmacherin setzt in ihrem Leben einfach auf das Gegenteil all dessen, womit Firmen wie der Kaffee- und Kramkonzern ihr Geld verdienen. Und das Gegenteil von Masse ist Klasse, auch wenn Sie es selbst wahrscheinlich nie so formulieren würde. "Es geht um Unterscheidbarkeit", sagt Stefanie Hering. Sie sitzt im Atelierneubau ihrer Porzellanmanufaktur am Berliner Wannsee. Die Keramikerinnenhände streichen beständig über den matten, feinen Bisquitporzellanrand eines Tellers. Er ist ein Stück aus ihrer Tafelkollektion. Die Herstellung ist extrem aufwendig und das Licht- und Schattenspiel auf rauen, matten und glatten Flächen nur von Hand machbar. Das gehört zur Marke.

1999 hat die aus Stuttgart stammende Keramikmeisterin ihre Manufaktur in Berlin gegründet; seit vier Jahren erst ist sie mit einem eigenen Porzellanservice am Markt – und ...

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