Rettungseinsatz

Großeinsatz im Rhein offenbar ohne Anlass

Michael Krug

Von Michael Krug

So, 14. Juli 2019 um 18:40 Uhr

Bad Säckingen

80 Helfer waren am Freitag in einem Großeinsatz am Rhein bei Bad Säckingen. Wie es aber zu der Meldung kam, dass zwei Menschen zu ertrinken drohten, kann so recht niemand mehr erklären.

Das Aufgebot an Rettern und Helfern war groß, doch zu retten gab es offenbar nichts. So lässt sich zumindest die Aussage der Aargauer Kantonspolizei zusammenfassen, die am gestrigen Sonntag für die Badische Zeitung erreichbar war.

Demnach waren am Freitagabend gegen 19.30 Uhr wohl zwei Menschen im Rhein bei der Holzbrücke Baden gegangen. Sie konnten aber laut Angaben der Polizei das Wasser selbstständig im Bereich von Stein verlassen – obwohl sie stark alkoholisiert waren. Für Verwirrung sorgten verschiedene Zeugenaussagen von einem dritten Schwimmer und zudem eine Meldung, wonach auf Höhe des Vereinsheims des Ruderclubs Bad Säckingen ein Hilferuf zu vernehmen war.

Die undurchsichtige Lage brachte die Rettungskette ins Rollen. Die Feuerwehren aus Bad Säckingen, Wallbach und Wehr, das THW Bad Säckingen, die DLRG Waldshut und Rheinfelden und das DRK waren mit fast 80 Mann im Einsatz, wie der stellvertretende Kommandant der Bad Säckinger Feuerwehr, Mark Jagenow, bestätigt. Auch die Rega war mit einem Rettungshubschrauber rund 40 Minuten in der Luft. Ob eine gestern von der Freiburger Polizei ausgegebene Vermisstenmeldung eines 39-Jährigen in diesem Zusammenhang steht, ist derzeit unklar.