Betrugsmasche

Mehrere Fälle der Betrugsmasche "Nigeria Connection" in Freiburg – Polizei rät zur Vorsicht

Benedikt Hecht

Von Benedikt Hecht

Fr, 05. Juli 2019 um 14:10 Uhr

Freiburg

In Freiburg kommt es seit einigen Tagen wieder zu Strafanzeigen wegen versuchten Betrügereien durch die "Nigeria Connection". Die Polizei rät daher, auf deren Angebote nicht einzugehen.

Seit einigen Tagen häufen sich nach Auskunft der Polizei beim Polizeiposten Freiburg-Weststadt Strafanzeigen wegen versuchter Betrügerei durch die sogenannte "Nigereria Connection". Dabei erhalten die Empfänger Briefe, teils in schwerfälligem Deutsch verfasst, in denen ihnen eine Menge Geld versprochen wird. So heißt es zu Beginn eines zugestellten Briefes: "Wir entschuldigen und, dass wir Sie aus dem Blues herausgeschrieben haben, und sind auf etwas Interessantes aufmerksam geworden." Wenige Abschnitte später heißt es: "Sie zu kontaktieren, um ihre Zustimmung einzuholen und Sie als nächsten Angehörigen der zu benennen verstorben."

In der Regel geht es in den Briefen um eine Erbschaft von angeblich weit entfernten Verwandten, für die keine Angehörigen gefunden werden konnten oder Familienschätze. Damit der Empfänger des Briefes allerdings an das versprochene Geld kommt, soll er erst eine einige tausend Euro hohe Gebühr für Notarkosten oder Steuern vorstrecken. Hat das Opfer diese Summe gezahlt, brechen die Betrüger den Kontakt sofort ab, heißt es von Seiten der Polizei.

"Wie viele Briefe verschickt wurden, können wir nicht sagen, da die meisten vermutlich irgendwo im Papierkorb landen und bei uns gar nicht zur Anzeige gebracht werden", sagt Polizeisprecher Jerry Clark, der vermutet, dass die Dunkelziffer hoch ist. In den letzten Tagen sei jedoch eine Häufung zu bemerken. Auch ob andere Stadtgebiete betroffen sind, weiß die Polizei derzeit nicht. "Bisher gab es nur Anzeigen am Polizeiposten Freiburg-Weststadt", sagt Clark. Es sei der Polizei ein Anliegen, die Bevölkerung darauf aufmerksam zu machen, dass es wieder zu einer Häufung dieser Briefe komme. "Wir raten jedem, der solchen einen Brief bekommt, ihn bei der Polizei zur Anzeige zu bringen", sagt Clark. Die Betrüger verschicken ihre Mitteilung als Brief, um ihrem kriminellen Tun einen offiziellen Anstrich zu geben, heißt es in einer Meldung der Polizei.