Probefahrten mit E-Lastenrad und E-Bike sehr gefragt

Juliana Eiland-Jung

Von Juliana Eiland-Jung

Mo, 20. September 2021

Offenburg

Mobilitätstag in Offenburg wirbt für die Marke "Einfach mobil" / ADFC kämpft um bessere Radwege / Kidical Mass am Sonntag.

. Angekündigt war der Mobilitätstag Offenburg am Samstag auf dem Rathausplatz, doch kurzfristig hatte sich die Möglichkeit ergeben, auf den Marktplatz umzuziehen. Weniger Laufkundschaft, dafür aber mehr Informationsgespräche seien so ermöglicht worden, sagt Mathias Kassel von der Stabsstelle Mobilität der Stadt.

Die Mitglieder des ADFC waren mit ihrem Angebot an der Kapazitätsgrenze. Zahlreiche Offenburger Radler waren gezielt gekommen, um ihr Fahrrad codieren zu lassen, damit es nach einem Diebstahl eindeutig wieder zugeordnet werden kann. ADFC-Mitglied Volker Kersting zeigte sich sehr zufrieden mit der Resonanz und nutzte die Gelegenheit, über das Engagement für mehr und bessere Radwege in Offenburg zu informieren. Am Stand der Polizei informierte sich eine ältere Frau über diebstahlsichere Fahrradschlösser, beim Stand von Nextbike nutzte eine junge Familie die Möglichkeit, ein Lastenrad auszuprobieren. "Die E-Lastenräder und E-Bikes werden stark nachgefragt", erklärte Onur Semerci, und verteilte Zugangscodes, mit dem die Neu-Interessenten einen ganzen Tag lang auf Probefahrt gehen können. Im Interview mit Moderator Matthias Drescher lobte Kassel die "kleinteiligen" Angebote der Stadt, mit denen in der Summe viel erreicht werden könne. Da sich die Akteure kennen, seien Kooperationen in der Ortenau oder im Regionalverband südlicher Oberrhein möglich, bei denen die verschiedenen Angebote zur umweltfreundlichen Verkehrsplanung vernetzt werden können. "Es nützt nichts, wenn man nur die E-Mobilität fördert", betont er. Es gelte, den Verkehrsteilnehmern, die mit dem Rad, zu Fuß oder mit dem Bus unterwegs sind, "mehr Flächen zur Verfügung zu stellen". Mit der Marke "Einfach mobil" habe Offenburg ein Modell entwickelt, das in Fachkreisen auf große Resonanz gestoßen sei, berichtete Kassel.

Das Bühnenprogramm bestritt Valentin Kaeshammer mit Piano, Gitarre und Gesang, mit klassischem Blues, rasantem Boogie und eigenen Songs – und das unverdrossen, obwohl sich auf dem Platz nur wenig Publikum eingefunden hatte. Ob der Marktplatz wirklich der richtige Ort war, um für neue Formen der Mobilität zu werben?