Bildungspolitik

Munzinger Ortschaftsräte könnten sich Verbundschule auch in zwei Schritten vorstellen

Jelka Louisa Beule

Von Jelka Louisa Beule

Fr, 01. Juli 2022 um 00:01 Uhr

Munzingen

Der Munzinger Ortschaftsrat findet die Idee einer Verbundschule aus Gemeinschaftsschule und Gymnasium gut. Eine Umsetzung könne aber vielleicht auch schrittweise erfolgen.

Zuletzt haben sich die Räte Tiengen und Waltershofen dem Opfinger Vorstoß angeschlossen, als weiterführende Schule am Tuniberg einen Verbund aus Gemeinschaftsschule und Gymnasium zu realisieren. Munzingens Rat beschloss in seiner jüngsten Sitzung nach längerer Diskussion einen differenzierteren Vorschlag. Themen waren auch Geothermie, Kinderbetreuung und Bauanträge.

Weiterführende Schule
Der Munzinger Rat fordert von der Stadtverwaltung zu prüfen, ob eine Kombination der beiden Schularten möglich und sinnvoll wäre – gegebenenfalls auch als "modulare Planung", bei der zunächst die Gemeinschaftsschule und dann das Gymnasium eingerichtet wird. Falls ein solcher Verbund jedoch zu zeitlichen Verzögerungen führe, dann solle lieber eine Gemeinschaftsschule mit gymnasialer Oberstufe gebaut werden, meinten die Räte bei einer Enthaltung.

Kinderbetreuung
Über den aktuellen Kitabedarfsplan hat der Gemeinderat bereits abgestimmt, bevor der Munzinger Ortschaftsrat getagt hat. Grund: Die Sitzung in Munzingen war um eine Woche verschoben worden, weil viele Räte im Urlaub waren. Das sei "peinlich", rügte Ortschaftsrat Klaus Riemann (Unabhängige Liste Munzingen) seine Kollegen. Inhaltlich sahen die Räte nicht viel Neues: Eine vorgesehene neue Kita in Munzingen hängt weiterhin in der Warteschleife, und problematisch sei, so meinte Kunigunde Stifel (Bürger für Munzingen), dass die Tuniberg-Ortschaften als Betreuungsverbund gesehen würden. Schlechte Nachrichten gab es zur Schulkindbetreuung an der Lindenbergschule: Das Jugendhilfswerk steige zum Sommer aus, berichtete Ortsvorsteher Christian Schildecker. Die Stadtverwaltung wolle das Angebot übernehmen, suche aber noch händeringend nach Personal.

Geothermie
Beim geplanten Geothermie-Projekt sei "ein wichtiger Meilenstein geschafft", informierte Sandra Hook vom städtischen Umweltschutzamt den Rat: Ein "Bürgerschaftsrat" hat 76 Empfehlungen für Planer und Politik erarbeitet. Welche Wärmequelle im Untergrund angezapft wird, soll im ersten Quartal 2023 feststehen, der Standort der Bohrung – der nicht unbedingt senkrecht darüber liegen muss – Ende kommenden Jahres.

Bauanträge
Ein neuer Carport an der Straße "Hinterm Weiher" war unproblematisch, den Antrag für die Erweiterung eines Hauses an der Weinstraße versah der Rat mit dem Hinweis ans Baurechtsamt, in diesem historischen Kontext "besondere Sorgfalt" walten zu lassen sowie Stellplätze und Feuerwehrzufahrt kritisch zu prüfen.
Dauer: 1 Stunde, 45 Minuten.
Teilnehmer: 8 von 12 Räten.
Zuhörer: 3.