Der durchleuchtete Embryo

Anke Brodmerkel

Von Anke Brodmerkel

Sa, 23. Juni 2012

Bildung & Wissen

Mit neuen Methoden fahnden Ärzte im Mutterleib nach kindlichen Erbkrankheiten – doch zu welchem Preis? / .

Wird es ein Junge oder Mädchen? Egal. Hauptsache, es ist gesund. Werdende Eltern wünschen sich seit jeher vor allem eins: dass ihr Kind unversehrt zur Welt kommt. Doch war eine Frau früher schlicht guter Hoffnung, kann sie heute eine Menge dafür tun, dass ihr Wunsch sich auch erfüllt. So soll ab Sommer allen Frauen ein Ultraschall angeboten werden, bei dem ein Gynäkologe einzelne Organe des Fötus näher betrachtet. Fehlbildungen sollen so frühzeitig erkannt und, wenn möglich, schon im Mutterleib behandelt werden. Und Anfang Juli will die Firma Life Codexx einen Test auf den Markt bringen, der anhand des mütterlichen Blutes herausfindet, ob der Embryo ein Down-Syndrom aufweist. Bislang war dies nur durch eine Untersuchung der Plazenta oder des Fruchtwassers möglich – beide Verfahren sind für das Ungeborene riskant.

Vielen Ärzten mangelt es

an der Qualifikation

Derzeit haben in Deutschland alle Schwangeren Anspruch auf drei Ultraschall-Untersuchungen. "Die Anforderungen, die an das Screening gestellt werden, stammen aber aus den frühen Achtzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts", sagt Ulrich Gembruch, der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pränatal- und Geburtsmedizin. Die ...

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