Genetik

Die Geschichte vom Zusammenleben zwischen Mensch und Pferd muss neu geschrieben werden

Kerstin Viering

Von Kerstin Viering

Fr, 13. April 2018 um 22:00 Uhr

Bildung & Wissen

BZ Plus Überraschende Entdeckung: Es gibt ein neues letztes Wildpferd. Genetische Untersuchungen uralter Knochen geben Wissenschaftlern neue Rästel auf.

Es muss eine Revolution gewesen sein. Und sie kam auf vier Hufen. Vor 5500 Jahren beschlossen die Menschen der Botai-Kultur im heutigen Kasachstan, ihr Leben umzukrempeln. Statt auf der Jagd nach Wildpferden, Hirschen, Elchen und anderen Tieren über die Steppe zu ziehen und an jedem Ort nur kurz zu verweilen, wurden sie sesshaft. Das Dorf Botai mit seinen mehr als 160 Häusern und etliche kleinere Siedlungen entstanden. Und dort drehte sich von nun an alles um die neuen vierbeinigen Gefährten, die den Menschen das Überleben sicherten: In Botai finden sich die ältesten bekannten Spuren von gezähmten Pferden.

Ein internationales Wissenschaftlerteam um Ludovic Orlando vom Naturkundemuseum in Kopenhagen hat nun einen Blick ins Erbgut dieser Tiere geworfen. Aus erhalten gebliebenen Knochen haben die Forscher das Erbmaterial DNA isoliert und mit dem von zahlreichen anderen alten und modernen Pferden verglichen – mit überraschenden Ergebnissen. Die Geschichte des Zusammenlebens von Mensch und Pferd muss demnach teilweise neu geschrieben werden.

"Wie diese Geschichte genau angefangen hat, ist immer noch ein Rätsel", sagt Michael Hofreiter von der ...

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