Methusalems

Manche Tiere werden steinalt – und sind dabei sehr vital

Kerstin Viering

Von Kerstin Viering

Fr, 31. August 2018 um 22:00 Uhr

Bildung & Wissen

BZ-Plus Viele Schildkröten sind auch jenseits ihres 150. Geburtstages noch quicklebendig. Warum aber vergehen bei manchen Arten Jahrhunderte zwischen Geburt und Tod und bei anderen nur ein paar Tage?

Anno 1750. In ein paar Jahren wird der Siebenjährige Krieg ausbrechen, in Preußen herrscht der "Alte Fritz", und die USA gibt es noch nicht. Mozart und Darwin sind noch nicht geboren, Goethe ist gerade ein Jahr alt. Und es wird noch zwei Jahre dauern, bis Benjamin Franklin den Blitzableiter erfindet. Aus heutiger Sicht wirkt das alles weit weg. Doch es gibt allem Anschein nach eine Kreatur, die sozusagen Zeitzeuge dieser Epoche war und bis ins 21. Jahrhundert überlebt hat: eine Aldabra-Riesenschildkröte namens Adwaita, die vermutlich um das Jahr 1750 auf den Seychellen geschlüpft ist und im März 2006 im Zoo von Kalkutta starb – im stolzen Alter von 256 Jahren.

Überhaupt gelten Schildkröten als die Methusalems unter den Wirbeltieren, etliche dieser Reptilien sind auch jenseits ihres 150. Geburtstages noch quicklebendig. Warum aber vergehen bei manchen Arten Jahrhunderte zwischen Geburt und Tod und bei anderen nur ein paar Tage? Warum sterben viele Tiere, wenn sie keinen Nachwuchs mehr bekommen können, während andere nach der Menopause weiterleben? Gibt es auch Arten, die gar nicht altern? Und wenn ja: Wie machen sie das? Solche spannenden Fragen würden Alexander Scheuerlein vom Max-Planck-Institut für demographische Forschung in Rostock und seine Kollegen gern beantworten.

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