Bestand schrumpft rapide

Noch gibt es Hoffnung für die Orang-Utans auf Borneo

Juliette Irmer

Von Juliette Irmer

Sa, 12. Januar 2019 um 17:30 Uhr

Bildung & Wissen

BZ-Plus Die Waldfläche wird kleiner, Einheimische töten die Tiere: Orang-Utan-Völker auf Borneo schrumpfen rapide. Forscher meinen aber: Noch lassen sich die Affen retten. Sie sind anpassungsfähiger als erwartet.

Mutter und Junges sitzen in einem Baum und schauen ruhig auf die Menschen herab. Aus der Touristengruppe sind gedämpfte Entzückungsrufe zu hören, Handys, Ferngläser und gigantische Teleobjektive werden in die Höhe gereckt. Nach einer Weile hangelt sich das Orang-Utan-Weibchen mit seinem Jungen am Bauch, vom Dauerklicken der Kameras begleitet, geschickt am Waldrand entlang bis zum nahen Gärtchen eines Angestellten: Dort wächst ein Baum mit Früchten, die dreimal so groß sind wie eine Ananas. Geschwind beißt die Orang-Utan-Dame eine ab, transportiert sie zwischen den Zähnen in den nächstgelegenen hohen Baum und vertilgt sie dort.

Seit 1999 sank ihre Zahl um geschätzte 100 000 Tiere
Das Danum Valley Conservation Center ist einer der wenigen Orte im Nordosten der Insel Borneo, an denen noch Primärregenwald steht. Ein Wald also, der weitgehend von Menschen unberührt geblieben ist – 130 Millionen Jahre lang. Er zählt zu den ältesten und artenreichsten der Erde und ist auch Heimat von Orang-Utans.

Solche Wälder sind rar geworden auf Borneo und so verschwinden auch die Waldmenschen, wie die roten Menschenaffen auf Malaiisch heißen. Es geht dramatisch schnell: Seit 1999 sank ihre Zahl um geschätzte 100 000 Tiere, das entspricht einem Rückgang von mindestens 25 Prozent. So lautet das Fazit einer Studie, die im vergangenen Jahr veröffentlicht wurde und an der Forscher des Max-Planck-Instituts (MPI) für ...

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