Wasser!

Andreas Frey

Von Andreas Frey

Sa, 11. August 2018

Bildung & Wissen

BZ-Plus Regenwetter = schlechtes Wetter? Wer will das in diesem Sommer immer noch behaupten? Lob auf ein Lebenselixier /.

Vielleicht wird dieser Sommer, der einfach keinen Regen bringen will, endlich etwas ändern. Bis vor ein paar Wochen jedenfalls machte ein bestimmtes Symbol auf der Wetterkarte vielen Menschen noch schlechte Laune: die dunkle Wolke, aus der Tropfen fallen. Zog Regen auf, war es fast schon obligatorisch, dass sich Meteorologen für das schlechte Wetter entschuldigten. Als ob Regen eine Krankheit wäre, vor der man sich schützen muss. Und so hörten sich dann auch die Fernsehmoderatoren an. Achtung, Niederschläge – Dauerregen gefährdet Ihr Wochenende. Bleiben Sie einfach zu Hause. Es schien, als leidet das ganze Land unter Ombrophobie – der Angst vor Regen.

Das Imageproblem ist noch nicht sehr alt. Bis zur Industrialisierung fürchtete man sich nicht vor verregneten Tagen – sehr wohl aber davor, dass sie ausbleiben. Ein Übermaß an schönem Wetter bedeutete Trockenheit und drohende Missernten. Schon eine einzige solcher Missernten bedeutete nicht selten Hunger, mehrere hintereinander meist den Tod. Für die ersten Zivilisationen war Regen eine Grundlage ihrer Existenz. Mit dem fruchtbaren Monsun blühte schon in der Frühbronzezeit die Indus-Kultur, doch vor rund 4100 Jahren blieb die Regenzeit plötzlich aus. Trotz der Wasserreservoirs, die man mühsam in den Fels geschlagen hatte, wurde das Wasser knapp. Für Jahrzehnte herrschte Dürre, 1800 vor Christus war eine der ersten städtischen Zivilisationen der Erde am Ende.

Das zeigt: Dürre, nicht Regen, ist der wahre Gegner der Menschheit – auch in ...

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