Exzellenzcluster

Wie sprechen sich Zellen untereinander ab?

Jürgen Schickinger

Von Jürgen Schickinger

Sa, 09. März 2019 um 10:46 Uhr

Bildung & Wissen

BZ-Plus Im Rahmen eines neuen Exzellenzclusters erforschen Wissenschaftler die Sprache der Zellen. In der Praxis könnte man damit Krebstherapien und selbstdüngendem Getreide näher kommen.

"Wir wollen die Sprache der Zellen verstehen und mitreden können", sagt Wilfried Weber, Mitglied des Sprecherteams von Cibss. Das neue Exzellenzcluster "Centre for Integrative Biological Signalling Studies" der Universität Freiburg, eine Fortsetzung des weiter bestehenden Clusters Bioss, erkundet den biologischen Nachrichtenverkehr.

Die beteiligten Wissenschaftler untersuchen, wie sich Zellen mit ihresgleichen austauschen, mit anderen Zelltypen und mit ihrer Umgebung. "Wir erforschen Grundlagen", sagt Biotechnologe Weber, "unser Ziel ist, neues Wissen zu gewinnen, um Ansätze für neue Anwendungen zu erhalten." Einige Forscher planen aber schon Schritte hin zur Praxis: Sie wollen neue Immuntherapien gegen Krebs testen und einem Getreide, das sich selbst düngt, ein Stück näher kommen.

Der menschliche Körper besteht aus 30 Billionen Zellen. Sie müssen sich untereinander absprechen, um geordnete Gewebe, Organe und komplexe Organismen hervor zu bringen. Allein beim Wachstum gibt es viele Fragen zu klären: Wann und wie oft darf sich eine Zelle teilen? Wo muss ein Gewebe aufhören zu wachsen? Auch mit ihrer Umgebung tauschen sich Zellen etwa darüber aus, welche Nährstoffe aktuell zur Verfügung stehen. Immunzellen müssen zudem entscheiden, ob ein Bakterium gefährlich ist oder eine Zelle entartet – ob also Krebs vorliegt. "Hier laufen überall molekulare Signalprozesse ab", sagt Weber. "Sie sind eine grundlegende Eigenschaft von ...

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