Wunderrechner

Wird der Quantencomputer bald Wirklichkeit?

Christian Meier

Von Christian Meier

Sa, 08. September 2018 um 16:00 Uhr

Bildung & Wissen

BZ-Plus Ist die Rechnerrevolution zum Greifen nahe? Industrie und Politik investieren kräftig, um den Quantencomputern zum Durchbruch zu verhelfen. Wie realistisch ist das – und wie groß ist das Potential?

Christian Roos öffnet die Tür zu seinem Traum, den er seit mehr als 20 Jahren verfolgt. Der hagere Physiker mit dem schulterlangen Haar führt den Besucher in ein dämmriges Labor, dessen Decke hinter einem Dickicht aus Kabeln verschwindet. Auf klobigen Labortischen suchen sich Laserstrahlen den Weg in einen massiven Metallkasten. Einblick in das Allerheiligste gibt es zunächst nur per Kamera. Auf einem Bildschirm blinken pixelige Kreise: "Das sind die Quantenbits", sagt Roos. Die Bausteine seiner Vision.

Schon als der Forscher 1995 an die Universität Innsbruck kam, träumte er von einem Rechner, dessen Arbeitsweise magisch scheint. Heute herrscht in Roos’ Kollegenkreis große Aufregung: Man fühlt sich dem Ziel nahe. Schon bald sollen erste Quantencomputer mehr leisten als etagenfüllende Supercomputer.

Die Idee
Die Zukunft, die da dämmert, skizzierte Richard Feynman schon 1982. Als klassische Rechner in Gestalt von PCs in Haushalte einzogen und alle zwei Jahre ihre Leistung verdoppelten, blickte der amerikanische Spitzenphysiker schon auf deren Grenzen. Nie würde der klassische Computer in der Lage sein, unkte Feynman, die Natur bis ins letzte Detail, auf der Ebene einzelner Atome also, zu simulieren. Das wäre indessen der Schlüssel zum tieferen Verständnis der Natur. Die Computersimulation dient als dritte Säule der Forschung neben Theorie und Experiment. Denn sie beschleunigt das Testen von Modellen. Beispiel: Entwickler ...

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