Die Fangemeinde ist verärgert

dpa

Von dpa

Mi, 14. August 2019

Computer & Medien

ARD plant keine neue Serie auf dem "Lindenstraße"-Platz.

Wenn die "Lindenstraße" 2020 ausläuft, wird es laut ARD-Programmdirektor Volker Herres keine neue Serie auf deren sonntäglichen Sendeplatz im Ersten geben. "Klar ist, dass es kein fiktionales Nachfolgeprojekt geben wird", sagte Herres dem Branchendienst dwdl.de. "Das hat auch finanzielle Gründe, denn die freiwerdenden Mittel sind bereits für andere notleidende Projekte vorgesehen." Der Programmablauf am Sonntagabend werde mit "vertrauten Formaten" umgestaltet. Was konkret damit gemeint ist, ließ Herres offen.

Der Abschied vom Dauerbrenner sei nicht einfach gewesen, sagte Herres "Die Entscheidung, eine Sendung wie die ,Lindenstraße’ zu beenden, trifft man nicht leichtfertig, denn man verärgert eine treue Fangemeinde – was ich auf vielen Wegen sehr stark zu spüren bekomme." Die letzte Folge soll im März 2020 gezeigt werden. Die Fernsehprogrammkonferenz der ARD hatte sich mehrheitlich gegen eine Verlängerung des Produktionsvertrags entschieden.

Herres sagte dwdl.de, dass auch die Serie "Weissensee" nach vier Staffeln keine Fortsetzung bekommen soll. "Die Serie lebte von den letzten Stunden und Wochen der DDR. Dieser große Bogen ist so weit nach der Wende auserzählt."

Luft nach oben sieht Herres bei der Mediathek der ARD: "Wir arbeiten daran, die Mediathek in der Nutzerfreundlichkeit noch attraktiver zu machen, etwa durch eine gute Suchfunktion. Ich selbst würde mir wünschen, dass man etwa bei der ,Tagesschau’ bequem um 20.05 Uhr zum Anfang zurückspringen kann, wenn man den Anfang verpasst hat."