Experte der EZB im Interview

Falschgeldexperte: Blüten werden schlechter, Verbraucher merken es aber nicht

Barbara Schmidt

Von Barbara Schmidt

Mo, 27. Mai 2019 um 20:10 Uhr

Geld & Finanzen

BZ-Plus Martin Münd ist der Falschgeldexperte der Europäischen Zentralbank in Frankfurt. Im Interview erklärt, wie man gefälschte Geldnoten erkennt und welcher Schein am häufigsten gefälscht wird.

Martin Münd führt gerne das Tomaten-Gleichnis an. Wer einkaufen geht, prüft jede einzelne Tomate auf faule Stellen – steckt das Rückgeld an der Kasse aber ungeprüft ein. "Bei manchen Fälschungen fragen wir uns schon, wie jemand darauf hereinfallen konnte", sagt der Falschgeldexperte der Europäischen Zentralbank (EZB).

BZ: Herr Münd, keiner will an der Kasse minutenlang das Rückgeld prüfen. Woran kann ich auf den ersten Blick erkennen, ob der Euro-Schein echt ist?
Münd: Die erste Lektion bei der Falschgelderkennung ist: Man muss den echten Schein kennen, um den falschen zu erkennen. Das ist trivial, aber genau daran hakt’s. Die meisten nutzen Euro-Scheine seit gut 17 Jahren, haben sich aber noch nie einen Schein genau angeschaut. Sie machen es Fälschern leicht, selbst Scheine von lausiger Qualität abzusetzen.
Zur Person
Martin Münd (54) stammt aus Mannheim. Der gelernte Druckingenieur arbeitet seit 20 Jahren als Falschgeldexperte, erst bei der Deutschen Bundesbank, heute bei der Europäischen Zentralbank in Frankfurt.
BZ: Fälscher ...

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