Naturalie

Die Erbse ist eine bekömmliche Minikugel

Claudia Füßler

Von Claudia Füßler

Do, 23. Mai 2019 um 17:51 Uhr

Gesundheit & Ernährung

Hülsenfrüchte sind verdauungstechnisch irgendwie nicht so Ihr Ding? Geben Sie der Erbse doch einfach eine Chance!

Die bereits vor 10 000 Jahren in Vorderasien angebaute Kulturpflanze enthält nämlich nicht nur viel Protein, sondern ist auch recht bekömmlich, vor allem in der frischen Variante.

Knackig grün liefern die aus der Schote gepulten Minikugeln gute Portionen ab Vitamin C und Vitamin B 3 – das unterstützt die Zellreparatur und hilft beim Konzentrieren – sowie Magnesium. Die enthaltenen Ballaststoffe schätzt unser Darm außerordentlich. Allerdings:

Die Nährstoffbilanz fällt bei getrockneten Erbsen noch deutlich besser aus. Im 19. Jahrhundert waren Erbswurst, Erbsenpüree und Erbsensuppe aus Trockenerbsen weit verbreitet: Der hohe Gehalt an Stärke macht die Hülsenfrüchte nämlich enorm nahrhaft. Eine auch heute noch besonders beliebte Form der Erbse ist die Zuckerschote.

In der essbaren Hülse stecken die noch nicht entwickelten Samen der Erbse, die noch junge Pflanze schmeckt sehr süß. Und: Beim Hineinbeißen knackt es schön. Für einen herrlich knallgrünen Sommerdip eine 300-Gramm-Packung Tiefkühlerbsen auftauen und gemeinsam mit zwei Knoblauchzehen, drei Esslöffel Zitronensaft, einem halben Bund Petersilie und etwas Salz pürieren. Fakultativ, aber dem Ergebnis sehr zuträglich: zwei Esslöffel Tahin (Sesammus) dazugeben. Wer es intensiver mag, schmeckt mit Chili und etwas Abrieb einer Zitronenschale ab.