RECHT SO

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Von tmn

Sa, 14. September 2019

Haus & Garten

Mitgefangen, mitgehangen

Wenn der Mitbewohner eines Mieters daheim mit Rauschgift handelt, ist eine fristlose Kündigung der Wohnung grundsätzlich gerechtfertigt. Denn der Mieter muss sich das Verhalten seiner Mitbewohner zurechnen lassen. Dies zeigt ein Urteil des Amtsgerichts Frankfurt (Az.: 33 C 2815/18), auf das die Arbeitsgemeinschaft Mietrecht und Immobilien des Deutschen Anwaltvereins (DAV) hinweist.

Im verhandelten Fall hatte die Polizei gegen den volljährigen Sohn einer Familie ermittelt. Sie vermutete, dass er aus der Wohnung heraus mit Drogen handelte und beschlagnahmte bei einer Durchsuchung größere Mengen Rauschgift. Der Vermieter kündigte der Familie daraufhin außerordentlich mit der Begründung, der Hausfrieden sei durch das Verhalten nachhaltig gestört.

Dem Gericht zufolge kann strafrechtlich relevantes Verhalten dann zur Kündigung führen, wenn es eine gewisse Außenwirkung hat. Dies sei zum Beispiel dann der Fall, wenn eine Menge an Rauschgift gefunden wurde, die den Eigenbedarf übersteigt – wie eben im vorliegenden Fall.