BZ-Interview

Der Eindruck zählt: Was uns die Körpersprache sagt

Martina Philipp

Von Martina Philipp

Di, 18. Januar 2011 um 06:52 Uhr

Liebe & Familie

Ein Großteil der Kommunikation zwischen Menschen findet ohne Worte statt. Doch wie können positive nonverbale Signale oder verräterische Gesten entschlüsselt werden?

"Wir sollten mal miteinander reden." Das ist so ein schöner Satz, den aber vor allem Männer nicht immer ganz so gerne hören. Dass ein Großteil der Kommunikation zwischen Menschen ohne Worte stattfindet, könnte ihnen in die Karten spielen. Martina Philipp sprach mit der Diplompsychologin und Körpersprache-Expertin Monika Matschnig über positive nonverbale Signale, verräterische Gesten und Angela Merkels Macke.

BZ: Frau Matschnig, eine Studie besagt, dass nur sieben Prozent unseres Eindrucks auf das tatsächlich Gesagte zurückgehen, der stolze Rest auf unsere Körpersprache. Stimmt das?

Matschnig: Das basiert auf einer alten Studie, die auf der ganzen Welt kursiert. Die Deutschen haben aber gesagt "Nein, nein, bei uns sieht das anders aus, wir achten mehr auf den Inhalt". Daraufhin hat das Allensbach-Institut noch eine Studie gemacht und herausgekommen ist, dass es wirklich einen Unterschied gibt: Wir Deutschen achten demnach zu 55 Prozent auf die Körpersprache, zu 26 Prozent auf die Stimme, die auch ein nonverbales Signal ist, und zu 19 Prozent auf den fachlichen Inhalt. Man kann grob sagen: Zu 80 Prozent ist die Körpersprache entscheidend.

BZ: Da stellt sich die Frage, warum wir überhaupt noch reden?

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