Arabische Kultur

Die Grenzgängerinnen: Das ist der Alltag von Frauen aus Gaza

Frauke Wolter

Von Frauke Wolter

Mo, 15. Januar 2018 um 10:49 Uhr

Liebe & Familie

BZ Plus Arabische Frauen erleben im Alltag viele Einschränkungen. Wie sie das meistern, erzählen drei junge Frauen aus Gaza. Dort überschreiten sie viele Grenzen – innere wie äußere

Sie stellen sich gegen Traditionen, fangen in einem fremden Land neu an oder sind Vorbild für andere: Frauen in Gaza. Ihr Fokus scheint klein zu sein, in dem von Israel abgeriegelten Küstenstreifen, der von der Hamas und der Fatah seit Ende vergangenen Jahres gemeinsam verwaltet wird. Doch der Eindruck täuscht: Diese Frauen überschreiten viele Grenzen, innere wie äußere.



Die Start-up-Gründerin
Es war in Chicago, wo ihr Mann Arbeit gefunden hatte, weit weg von der Familie. Der Winter war eiskalt und dunkel, das Kind schrie. "Ich war deprimiert", sagt Nour Elkhoudary, "ich war allein, ich wusste nicht, was ich tun sollte." Auf Facebook fand sie andere arabische Frauen in den USA mit den gleichen Problemen und Fragen zur Erziehung. Nour machte einen kleinen Film über sich, stellte ihn online – der Zuspruch war riesig. Das brachte sie auf die Idee: Wie könnte man diese Frauen mit professionellen Helfern zusammenbringen?

"Momy Helper" heißt Elkhoudarys Smartphone-App, die im Februar vergangenen Jahres gegründet wurde. Zurück in Gaza belegte die junge Frau Start-up-Kurse bei der Organisation Gaza-Sky-Geeks. Gegründet 2011 von dem US-Hilfswerk Mercy Corps und ausgestattet von Google mit einem Startkapital von annähernd einer Million US-Dollar, hilft sie jungen Firmen mit Workshops, Räumen und internationalen Kontakten. In dem abgeriegelten Gazastreifen ist das viel und gibt den zahlreichen gut ausgebildeten jungen Menschen eine Chance auf Beschäftigung. IT ist grenzenlos, ist die Hoffnung ...

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