Jäger und Sammler

MOMENT MAL: Vom Sticker bis zur Handtasche

Sonja Zellmann

Von Sonja Zellmann

Mo, 09. Dezember 2019

Liebe & Familie

Sammelst du noch oder lebst du schon? Nee, das ist jetzt fies. Sammeln ist ja nichts Verwerfliches, sondern etwas zutiefst Menschliches. Jäger und Sammler und so. Wir tun es ja alle laufend, ob wir nun geplant Dinge wie Platten und Münzen anhäufen oder unbewusst Klamottenfehlkäufe und Punkte in Flensburg. Meist fängt es mit bewusstem Sammeln in der Kindheit an, gern mit Briefmarken oder Stickern. Das ist zwar eher uninspiriert, weil es alle machen oder gemacht haben, aber auch ein guter Einstieg. Da hat man gleich einen Haufen guter Ratgeber: "Nee, nicht nach Farben ordnen – nach Ländern!!" Oder nach Stickersorten: Glitzrige zu Glitzrigen, Drückies zu Drückies (das sind diese Sticker mit Luftpolster). Dann kommen Schleich-Figuren, Legomännchen, allerlei Sammelkarten (Fußball-WM!). Weiter geht’s mit Lustigen Taschenbüchern und Drei-???-Hörspielen, Haarspangen oder "allem" von Pokémon. Irgendwann sind es Kochbücher oder Oldtimer – oder, unbewusst, Handtaschen und Oberhemden. Eine Kollegin sammelte einst Murmeln, auf unglaubliche 2626 hat sie es gebracht. Bei mir waren es neben den obligatorischen Stickern und Briefmarken, Elefantenfiguren und Streichhölzer mit verschiedenfarbigen Zündköpfen. Höhere Stückzahlen erreichte ich nicht, aber es machte Spaß. Kann eigentlich recht bunt sein, so ein Sammlerleben. Lebst du nur, oder sammelst du schon?