"Schönes Gesamtbild"

Birgit Herrmann

Von Birgit Herrmann

Mi, 15. Mai 2019

Liebe & Familie

BZ-Interview mit Laura Lösslin aus Weisweil über Brautsträuße.

Wenn es ums Heiraten geht, dann darf eins auf keinen Fall fehlen: der Brautstrauß. Worauf bei der Auswahl geachtet werden soll, erklärt Laura Lösslin von der Weisweiler Gärtnerei Lösslin im Gespräch mit Birgit Herrmann.

BZ: Der Brauch besagt, dass der Brautstrauß vom Bräutigam bestellt und abgeholt wird. Wie oft kommt das vor?
Laura Lösslin: Dieses Jahr hatten wir das bis jetzt genau einmal. Was hingegen sehr oft vorkommt, ist, dass der Bräutigam den Brautstrauß zusammen mit der Braut aussucht und der Bräutigam den Strauß dann am Hochzeitstag zusammen mit dem Trauzeugen bei uns abholt. Das ist eine schöne Geste, und so wird die Braut trotzdem ein Stück weit überrascht.

BZ: Welche Blumen eignen sich für einen Brautstrauß?
Lösslin: Für den Brautstrauß eignen sich auf jeden Fall alle Blumensorten, die längere Zeit ohne Wasser auskommen. Dazu zählen alle Rosensorten, Schleierkraut, Nelken, Protea, Calla, Orchideen, Astrantia, Bartnelken, Dahlien, Chrysanthemen sowie der momentane Trend am Hochzeitshimmel: Eukalyptus, der hält sich sehr gut. Hier kommt es aber auch ganz auf den Geschmack des Brautpaares an. Wichtig ist, dass alle Blüten im Brautstrauß am Ende zusammen ein schönes Gesamtbild abgeben.

BZ: Was ist gerade angesagt?
Lösslin: Ganz klar: Eukalyptus. In jedem Brautstrauß, jeder Tischdeko und Location-Deko darf Eukalyptus bei den Brautpaaren nicht fehlen. Ebenso sollen die Blumen so natürlich wie möglich sein, und viele Bräute wünschen sich einen Brautstrauß im lockeren Wiesenstyle. Beim Farbkonzept geht man vermehrt zu Farben wie Apricot, Beerentönen, Peach oder Rosé.
BZ: Welche Brautstraußformen gibt es und zu welchen Kleidern passen sie?
Lösslin: Es gibt den traditionell rundgebundenen Brautstrauß, der zu fast allen Kleiderformen passt. Zu einem A-Form-Kleid passen Bogensträuße, Wasserfallbrautsträuße und Brautsträuße in Tropfenform. Zu einem Hosenanzug würde auch ein Armstrauß passen. Bei der Größe sollte beachtet werden, dass für kleine, zierliche Bräute ein XXL-Strauß im Gesamtbild viel zu groß wirkt.

BZ: Gibt es auch florale Alternativen?
Lösslin: Na klar gibt es die! Florale Tasche, Zepter, floraler Schirm, den Formen sind keine Grenzen gesetzt. Der Hoop-Brautstrauß, ein floral geschmückter Ring, ist das neue Accessoire für die Braut. Manche entscheiden sich auch für Blüten im Haar – etwa in Form eines Kopfkränzchens – oder für ein florales Armband.

BZ: Noch ein Tipp fürs Brautpaar: Worauf sollten sie unbedingt bei der Auswahl des Straußes achten?
Lösslin: Folgt euren Wünschen, euren eigenen Vorstellungen! Sucht euch das aus, was euch gefällt und womit ihr euch am wohlsten fühlt. Was zu 100 Prozent zu euch passt, lässt euch an eurem großen Tag noch mehr strahlen.

BZ: Und was kann man mit dem Strauß nach der Trauung machen?
Lösslin: Die meisten Paare bestellen einen Wurfstrauß, da sie den Brautstrauß als Erinnerung aufbewahren wollen. Viele unserer Brautpaare trocknen den Brautstrauß und stellen ihn als Erinnerung in eine Glasvitrine. Wichtig beim Trocknen ist, dass er gleich nach der Hochzeit kopfüber in einem dunklen, warmen Raum aufgehängt wird. Eine weitere schöne Idee ist, den Brautstrauß als Andenken auf das Grab von verstorbenen Angehörigen zu stellen.