Erklär’s mir

Warum streiten Israelis und Palästinenser?

Annemarie Rösch

Von Annemarie Rösch

Mi, 29. Januar 2020 um 10:27 Uhr

Erklär's mir

Der Streit zwischen jüdischen Israelis und Palästinensern dauert schon lange. Beide Seiten beanspruchen für sich dasselbe Land am Mittelmeer.

Palästinenser tun das, weil sie schon seit Langem dort leben, jüdische Israelis tun es, weil sie in dem Küstenstreifen das Land ihrer Vorväter sehen. Nach der Ermordung von sechs Millionen Juden in Europa im Zweiten Weltkrieg erlaubte die Mehrheit der Staaten dieser Welt den Juden, auf einem Teil des Landes einen Staat zu gründen. Sie sollten dort in Sicherheit sein. Der Staat heißt Israel. Damit waren die Palästinenser und ihre Freunde nicht einverstanden: Sie sagten: Die können nicht einfach über unser Land bestimmen. Seither gab es viele Kriege. Den Israelis ist es gelungen, einen Teil des Landes, der den Palästinensern gehören sollte, zu erobern. Seitdem bauen sie dort Dörfer – was nicht erlaubt ist, denn das Land gilt als von Israel besetzt und muss den Palästinensern zurückgegeben werden. US-Präsident Donald Trump hat nun einen Plan vorgelegt, wie das Land aufgeteilt und Frieden geschaffen werden soll. Die Palästinenser vertrauen ihm aber nicht, weil sie der Ansicht sind, dass Trump auf der Seite der Israelis steht und nur ihnen hilft. Deswegen lehnen sie diesen Plan ab.