"Ich mag das Landleben"

Emilia Adolf, Lisa-Katharina Schalich und Jule Wiesler, Klasse 4a, Lazarus-von-Schwendi-Grundschule (Ehrenkirchen-Kirchhofen)

Von Emilia Adolf, Lisa-Katharina Schalich und Jule Wiesler, Klasse 4a, Lazarus-von-Schwendi-Grundschule (Ehrenkirchen-Kirchhofen)

Sa, 09. März 2019

Zisch-Texte

ZISCH-INTERVIEW mit Agnes Barth von den Landfrauen Ehrenkirchen über ihr Hobby.

Am 7. Februar haben wir, die Zisch-Reporterinnen Emilia Adolf, Lisa-Katharina Schalich und Jule Wiesler aus der Klasse 4a der Lazarus-von-Schwendi-Grundschule in Kirchhofen, in der BZ den Artikel über das aktuelle Projekt der Landfrauen in Ehrenkirchen gelesen. Das fanden wir so toll, dass wir uns mehr mit den Landfrauen beschäftigen wollten. Schnell entstand die Idee, mit Agnes Barth, der Vorsitzenden der Landfrauen Ehrenkirchen, ein Interview zu führen.

Zisch: Gab es früher schon Landfrauen?
Barth: Seid 38 Jahren gibt es in Kirchhofen schon Landfrauen. Seit 2006 gibt es die Landfrauen Ehrenkirchen – mit allen Ortsteilen.
Zisch: Ist Landfrau ein Beruf oder ein Hobby?
Barth: Man kann es als Hobby ansehen.
Zisch: Warum haben Sie sich entschieden, Landfrau zu werden? Und was gefällt Ihnen daran?
Barth: Ich mag die Menschen und das Leben auf dem Land. Vor 14 Jahren wurde ich immer wieder gefragt, ob ich mitmachen möchte. Und nach etwa einem Jahr habe ich mich entschlossen, es mal auszuprobieren. Inzwischen gefällt es mir bei den Landfrauen sehr gut. Es ist schön, immer wieder Projekte anzubieten und das Leben auf dem Land mitzugestalten. Gerne begeistere ich die Menschen für Natur und Landwirtschaft und freue mich, wenn wir zusammen ein starkes Landfrauen-Netz knüpfen können.
Zisch: Was für Ziele und Aufgaben hat denn eine Landfrau?
Barth: Wir bieten Kurse und Vorträge zu Themen rund um gesunde Ernährung und kreative Angebote und wir machen auch immer ein Angebot im Kinderferienprogramm. Bei unserem aktuellen Projekt sammeln wir Blumenzwiebeln und pflanzen sie in Ehrenkirchen ein, damit der Ort richtig aufblüht.
"Es ist schön, ein Projekt

erfolgreich abzuschließen."

Zisch: Können wir Kinder aus Ehrenkirchen irgendwo mithelfen?
Barth: Nächste Woche könnten wir zusammen einen kleinen Rundweg durch die Reben gehen und uns nach Flächen umschauen, wo wir die gesammelten Blumenzwiebeln im Herbst einpflanzen können. Außerdem können wir bei den Sammelstellen nachfragen, ob schon abgeblühte Zwiebeln abgegeben wurden. Und ihr könnt in eurer Klasse und bei euren Bekannten auf die Aktion der Landfrauen hinweisen und fleißig Blumenzwiebeln mitsammeln.
Zisch: Was war Ihr erfolgreichstes Projekt?
Barth: Ein sehr erfolgreiches und lustiges Projekt waren Kabarett und Musik mit den "Bure zum Alange" sowie vor einigen Jahren der Genussabend "Wein und Schokolade" im Gewölbekeller der Winzergenossenschaft Kirchhofen, der übrigens auch nach Lazarus von Schwendi benannt wurde, wie eure Schule.
Zisch: Wie fühlen Sie sich, wenn Sie ein Projekt abgeschlossen haben?
Barth: Man fühlt sich sehr gut, wenn man ein Projekt abgeschlossen hat. Besonders wenn es erfolgreich war.
Zisch: Wie oft treffen Sie sich mit anderen Landfrauen?
Barth: Wir treffen uns mindestens jede zweite Woche. Aber es kommen nicht immer alle.
Zisch: Haben die Landfrauen eigentlich Fans?
Barth: Landfrauen haben Fans. Aber leider wurde noch nie durchgezählt.
Zisch: Was machen Sie in Ihrer Freizeit?
Barth: Rad fahren, lesen, im Garten arbeiten und Landfrauen-Ideen sammeln und bearbeiten.