Wandel in der Wildnis

Johannes Dieterich

Von Johannes Dieterich

Mo, 02. Dezember 2019

Ausland

BZ-Plus In Südafrika soll kommerzieller Safari-Tourismus mit den Bedürfnissen von Wildtieren, Natur und einheimischer Bevölkerung in Einklang gebracht werden.

Mein Butler heißt Richard. Wenn ich vom Game Drive, der Pirschfahrt, zur Lodge zurückkehre, erwartet er mich schon und hält den Schirm, falls es ausnahmsweise einmal regnet. Er zeigt sämtliche Schalter für die 24 Lichter im Cottage und fragt, wann und was ich zu dinieren wünsche. Ich hätte Richards Hilfe gerne noch länger in Anspruch genommen – wenn ich nicht zum Arbeiten in die "Phinda Mountain Lodge" in die südafrikanische Provinz Kwa/Zulu-Natal gekommen wäre, um herauszufinden, was Phinda von anderen "Game Lodges" (Safari-Unterkünften) unterscheidet. Die wilden Tiere sind es nicht: Denn auch hier sind wie in den meisten anderen südafrikanischen Tierparks die "Big Five" zu sehen: also Löwen, Leoparden, Elefanten, Nashörner und Büffel. Auch an der Ausstattung der Unterkünfte liegt es nicht: Denn die sechs auf dem fast 30 000 Hektar großen Tierreservat verteilten Lodges erfüllen wie andere südafrikanische Luxusherbergen sämtliche Wünsche selbst der verwöhntesten Safari-Fans.

Nach dem obligatorischen Game Drive zum Sonnenaufgang um fünf Uhr und dem anschließenden Frühstück steht für zehn Uhr ein Dorfbesuch an: mit Stationen in der Schule, einer Werkstatt der Korbflechterinnen sowie dem Besuch bei einer Sangoma, einer Heilerin. Ein derartiges Angebot ist im Reich der Big-Five ungewöhnlich, denn um menschliche Ansiedlungen pflegt man auf Safaris einen Bogen zu machen.

Zu Unrecht, wie sich bald herausstellt. Pünktlich um zehn taucht Bheki Ntuli mit seinem Jeep auf: Ein leidenschaftlicher 40-jähriger ...

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